Albtraum-Crash

Feuerwehrleute schneiden toten Kollegen aus dem Wrack

Für sie war es der furchtbarste Einsatz ihres Lebens. Reetzer Feuerwehrleute schnitten in der Nacht einen toten Kollegen aus einem Autowrack.

Eric Richard Claudia Keikus-Wilms Holger Schacht
Lesezeit 2 Min
Der Audi mit den 3 Männer zwischen 37 und 47 Jahren fuhr in Richtung Reetz und kam in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum.

Der Audi mit den 3 Männer zwischen 37 und 47 Jahren fuhr in Richtung Reetz und kam in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum.

© Thomas Schröder Lizenz

Traurige Routine. Die Retter der Freiwilligen Feuerwehr konnten ja nicht ahnen, was sie am Unfallort erwartete. Ihr Kollege Göran I. war in einem schwarzen Audi A4 auf einer 70er-Strecke in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn abgekommen und an einen Baum gekracht – der letzte vor einem freien Feld.

Ein heftiger Aufprall, bei dem die Insassen des Wagens keine Chance hatten. Göran I. wurde hinterm Steuer zu Tode geklemmt. Der Fahrzeughalter, der Hamburger Sebastian P., starb auf dem Beifahrersitz, auf der Rückbank ein 38-jähriger Rumäne. Die Unfallursache ist unklar.

Göran I. war am Abend zuvor im nahen Reppinichen auf einem Dorffest. Der Reetzer hatte dort einen Auftritt mit einer Tanzgruppe. Der Hamburger Unternehmer Sebastian P. soll ebenfalls auf dem Fest gewesen sein, gemeinsam mit einem Mitarbeiter. P. ist derzeit für den Abriss einer örtlichen LPG zuständig.

Es gibt Vermutungen, dass Göran I. aus Umsicht hinter dem Steuer des Audi saß, weil der Geschäftsmann getrunken hatte. Bestätigt wird dies von der Polizei nicht. Weitere Ergebnisse soll jetzt die Obduktion der Toten bringen. KEI, SCHA, ERI

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