Es ist zehn Minuten vor Unterrichtsbeginn, als sich durch den kleinen Bachstelzenweg in Dahlem eine Blechlawine quält. Stoßstange an Stoßstange schleichen Nobelkarossen der Marken Mercedes, Porsche, Landrover und Audi durch die schmale Straße. Sie sind auf der Suche nach einem Halteplatz, um den Nachwuchs auszuladen. Mütter halten ihren Kindern die Türen auf, hieven Schulrucksäcke aus dem Kofferraum. Auch auf dem Gehweg im Parkverbot stehen wieder Autos.
Der Durchgangsverkehr schlängelt sich um die Blockierer, es wird eng vor der Erich-Kästner-Grundschule. Der Aktionstag ist zumindest hier in Dahlem schlicht verpufft. Angst, dass Schüler den Weg nicht allein schaffen, muss aber niemand haben. Schließlich gibt es Schulwegpläne, die sichere Routen aufzeigen. Der BUND verweist darauf, dass die kleinen Fußgänger dadurch ihre Selbstständigkeit trainieren.
Die Grünen gehen noch einen Schritt weiter. Sie fordern für das Umfeld von Schulen flächendeckend verkehrsberuhigende Maßnahmen, Tempolimits und Möglichkeiten zur sicheren Überquerung der Straßen. In diesem Zusammenhang seien Jugendverkehrsschulen unverzichtbar. BACH
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com