"Aktenzeichen XY..."

Auf der Suche nach dem Berliner Rolex-Räuber

In der ZDF-Sendung geht es am Mittwoch um einen Fall aus Wilmersdorf.

BK
Lesezeit 3 Min
Moderator Rudi Cerne geht wieder auf Verbrecherjagd.

Moderator Rudi Cerne geht wieder auf Verbrecherjagd.

© dpa

In der neuen Ausgabe der Kultsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" geht es am Mittwoch (ZDF, 26. April, 20.15 Uhr) wieder um einen Berliner Fall: "Binnen 28 Stunden überfällt ein Mann vier Menschen", so der Ankündigungstext des Senders. "Er geht sehr brutal vor – und ist nur an den Uhren seiner Opfer interessiert. Wer ist der Räuber mit der Vorliebe für wertvolle Uhren?"

Gemeint ist eine Überfallserie, die Ende Mai 2016 in Charlottenburg und Wilmersdorf für Aufsehen sorgte. Der Täter hatte in den Abend- und Nachtstunden vom 24. bis zum 26. Mai mindestens vier Raube begangen, bei denen er äußerst brutal auf seine Opfer einschlug und -trat, sodass diese erhebliche Gesichtsverletzungen davontrugen.

Die Taten fanden in der Augsburger Straße, Grolmanstraße, Mansfelder Straße und Joachimsthaler Straße statt. In allen Fällen forderte der Mann die Armbanduhren seiner Opfer. Die Raubkommission übernahm die Ermittlungen und veröffentlichte Fahndungsbilder, doch bisher konnte der abgebildete Unbekannte nicht identifiziert werden.

Daher hat die Staatsanwaltschaft nun eine Belohnung ausgelobt: Pünktlich zum Ausstrahlungstermin von "Aktenzeichen XY... ungelöst" gibt es bis zu 5000 Euro für Hinweise, mit denen der Täter überführt werden kann.

In der Sendung am Mittwochabend ist der Uhren-Räuber vom Mai 2016 einer von fünf Fällen. In den anderen geht es um einen Überfall auf einen Bauernhof, einen zweifachen Mörder und Vergewaltiger, einen Einbruch bei einer Rentnerin und einen Sex-Täter, der Kindern im Blaumann auflauert und dann in einen Keller lockt.

Mehr als jeder dritte Fall wird aufgeklärt

Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ gehört zu den wichtigen Fahndungsmitteln der deutschen Kriminalpolizei bei ungeklärten Fällen von Mord und Totschlag, Raub, schweren Betrugs sowie Sexualdelikten. Die Sendung startete im Oktober 1967 – also vor fast 50 Jahren. Sie hatte und hat stets eine hohe Einschaltquote.

Mit Hilfe von Zuschauerhinweisen sollen schwere Verbrechen aufgeklärt werden. In den Sendungen werden die Kriminalfälle nachgespielt und Beweismittel gezeigt. Zuschauer, die wichtige Hinweise geben können oder gesuchte Personen wiedererkennen, können dann im Studio anrufen. Die Telefonate werden von Fahndern der jeweiligen Landeskriminalämter entgegen genommen.

Nach Angaben des ZDF wurden in all den Jahren, die es die Fahndungssendung gibt, 126 Fälle aus Berlin nachgestellt und um Hinweise bei der Klärung der Verbrechen gebeten. Mit Erfolg: Immerhin konnten 46 der gezeigten Kriminalfälle auf diesem Weg gelöst werden. Das ist eine Aufklärungsquote von fast 37 Prozent. Auch die Morde an der Joggerin Kirsten Sahling, dem Spanier David Alejandro Gallegos und der Seniorin Anna Saße kamen in der Sendung vor – allerdings ohne Erfolg. 

Die Kriminalpolizei der Direktion 2 bittet die Bevölkerung weiterhin um Mithilfe bei der Suche nach dem Uhrenräuber und hat folgende Fragen:

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Hinweise nimmt das Raubkommissariat der Polizeidirektion 2 in der Charlottenburger Chaussee 75, 13597 Berlin-Spandau unter der Rufnummer (030) 4664 – 273117 (innerhalb der Bürodienstzeit) oder unter (030) 4664 – 271100 (außerhalb der Bürodienstzeit) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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