Air Berlin Hauptversammlung

Der kranke Vogel kann noch fliegen

Fluggesellschaft ist noch nicht pleite und wieder pünktlich.

Dierk Rohwedder
Lesezeit 2 Min
Die zweitgrößte deutsche Airline steckt in den roten Zahlen. Der neue Boss sieht Licht am Tunnelende. 

Die zweitgrößte deutsche Airline steckt in den roten Zahlen. Der neue Boss sieht Licht am Tunnelende. 

© dpa

Das Eigenkapital ist längst verflogen, die Nettofinanzschulden sollen bei 1,2 Milliarden Euro liegen.
Die Gesellschaft Etihad hat der Airline im April in einem „Letter of Support“ Hilfe für mindestens 18 Monate zugesagt. Ethiad hat 29,2 Prozent der Anteile an der Airline, hält sie mit Finanzspritzen weiter in der Luft.

„Wir loten alle Möglichkeiten aus“

Der Grund für die Anfrage nach einer Bürgschaft bei den Ländern Nordrhein-Westfalen, Berlin und beim Bund neulich: Die Voranfrage auf Prüfung einer Bürgschaft gehöre „zu unserer vorausschauenden Unternehmensführung“, so Winkelmann. „Wir loten alle Möglichkeiten aus – für alle Fälle.“

Air Berlin macht seit 2008 Verlust. Die Verhandlungen zwischen Etihad und dem TUI-Konzern über eine gemeinsame Ferienfluggesellschaft platzen: Air-Berlin-Tochter Niki und Tuifly kamen nicht zusammen. Die Lufthansa könnte Air Berlin übernehmen, will aber die Schulden nicht. Möglich ist auch, dass die Lufthansa, ebenso Ryanair und EasyJet, nur an den Landerechten interessiert sind.

Laut Inkassoportal „Fairplane“ müssen rund 3800 Kunden wegen Ausfällen oder Verspätungen entschädigt werden. Der Kunde könne Ausgleichszahlungen „in Höhe von 250, 400 oder 600 Euro, einfordern. Laut Air Berlin sind Verspätungen und Ausfälle behoben. Seit 1. Juni sei der Flugplan stabil.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com