Das Gremium hatte drei mögliche afrikanische Namenspatrone als erste Wahl präsentiert, die von den Bürgern nur ein- oder zweimal genannt worden waren (KURIER berichtete). Öfter genannte Namen wurden zweite Wahl oder wie Nelson Mandela gar nicht aufgeführt.
Am Ende handele es sich nur um Vorschläge
Der Jury-Vorsitzende Bertrand Njoume (Grüne) verteidigt die Empfehlungen: Es sei von der BVV nicht vorgegeben worden, dass sich die Jury nach den meisten Namensvorschlägen richten müsse. Sie habe die Aufgabe gehabt, die Vorschläge fachlich zu beurteilen. Mandela habe man nicht ausgewählt, weil er eine bedeutendere Straße verdient habe.
Er lässt auch die Kritik nicht gelten, die sich am Namensvorschlag Nzinga entzündete. Es stimme nicht, dass diese angolanische Königin, die lange gegen die Portugiesen gekämpft hatte, mit Sklaven gehandelt habe. Das habe eine Unesco-Historikerkommission festgestellt.
Stadträtin Sabine Weißler (Grüne) sagt dagegen, dass Nzinga kritisch zu betrachten sei. Am Ende handele es sich nur um Vorschläge, die die BVV ablehnen könne.
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