Rafal Gikiewicz, Christopher Lenz, Grischa Prömel und eben Kapitän Christopher Trimmel bildeten das Quartett der Alteingesessenen. Dem standen sieben Neuzugänge gegenüber. Auch weil Fischer mit Neven Subotic und Anthony Ujah unbedingt Erstliga-Erfahrung ins Team implementieren wollte.
Sind die Alten etwa nicht mehr gefragt in Köpenick? „Hier geht es doch nicht um Aufstiegshelden. Hier geht es um das Leistungsprinzip. Das sind Geschichten, die verstehe ich dann nicht“, ereiferte sich der Fußballlehrer: „Am Schluss müssen wir alle Resultate liefern, Punkte liefern. Und wenn du das nicht machst, stehst du in der Kritik. Hier geht es um eine Leistungsgesellschaft und nicht darum, was war. Nicht darum, sind das jetzt die Aufstiegshelden oder nicht“, so Fischer weiter. Das allein wäre ja keine Garantie. „Das würde ja bedeuten, dass ich unentlassbar wäre. Das wäre doch Wahnsinn. Da kann ich die ganze Saison verlieren und niemanden interessiert’s. Dann kicken wir hier halt ein bisschen rum und haben einfach eine lustige Saison erlebt. Das ist doch Wahnsinn. Dann müssten wir ja auch keine Neuen mehr verpflichten“, so Fischer.
Keiner hat also einen Freifahrtschein. Er selber erwartet den auch nicht für sich. Es geht nur miteinander. Zusammen eben. Die Mischung macht’s.
1. FC Union gegen FC Augsburg: Auf einmal wirbelten die Aufstiegshelden
Und wie das Miteinander funktioniert, war ja zu bestaunen, als sich nach den Einwechslungen das Verhältnis umkehrte. Mit Suleiman Abdullahi, Sebastian Polter und Sebastian Andersson standen auf einmal sieben Aufstiegshelden nur noch vier Union-Novizen im Team gegenüber.
Dass diese dann maßgeblich an dem Tor beteiligt waren – Christopher Lenz scheiterte zudem knapp am Pfosten – hilft natürlich dabei, sich weiter zu entwickeln. Denn die Frage stand ja nach der Auftaktniederlage gegen Leipzig im Raum, ob die Eisernen zu grün wären für die Eliteklasse. Die ist jetzt wohl vom Tisch. „Schön zu sehen, dass eine Mannschaft, die noch nicht so eine Erfahrung hat, trotzdem so eine Wucht erzeugen kann“, so Fischers Urteil.
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