Europa steht für Hertha vor der Tür. Was für eine Perspektive! Vor 31 Jahren erlebte Hertha BSC den schlimmsten Absturz. Abstieg in die Drittklassigkeit, in die damalige Berliner Oberliga. Der Abstieg im Sommer 1986 war nur eine Ohrfeige. Die andere gab es zusätzlich noch hinterher. Der Emporkömmling und Lokalrivale Blauweiß 90 stieg von der Zweiten Liga in die Bundesliga auf.
Es war für die Herthaner die schlimmste aller möglichen Demütigungen. Und sie hatte auch rein praktische, brutale Konsequenzen. Hertha verlor das Hausherr-Recht im Olympiastadion. Die beiden Vereine trainierten damals auf dem Maifeld. Hertha hatte bis dahin die Heimkabine am Marathontor. Es wurde der bitterste Umzug eines Profivereins.
Urgestein Nello di Martino (seit 1971 im Verein) erinnert sich noch heute mit Grausen daran: „Von einem Tag auf den anderen mussten wir die Kabine für Blauweiß räumen. Ich habe nie wieder so schwere Kisten getragen. Es war eine Qual. Es war die bitterste Zeit, seit ich bei Hertha bin.“
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