Sommerliche Temperaturen, ausverkauftes Haus. Dynamo mit dem Willen, den einen benötigten Punkt zur endgültigen Rettung im Vorwärtsgang dingfest zu machen. Union zurückhaltender, eher mit der Suche nach Nadelstichen.
Alles vielleicht auch ein bisschen der Aufstellung geschuldet. Ohne echten Mittelstürmer musste Simon Hedlund als falsche Neun ran, für Denis Daube rückte Marcel Hartel in die Schaltzentrale. War alles ganz okay, es wurde wenig zugelassen. Einmal musste Marvin Friedrich vor Kone retten (19.), bei Heises Hammer (33.) half die Latte.
Neue Zeitrechnung beginnt
Die Zwischenstände von den anderen Plätzen dürften dann mit dazu beigetragen haben, dass die Partie nach der Pause verflachte. Musste ja keiner mehr was machen. Und falls doch mal ein Schwarz-Gelber durchkam, stand da hinten ja immer noch Toni Leistner. Und weil keiner so recht wollte, nutzte der eingewechselte Hosiner eine Unaufmerksamkeit der Dresdner Abwehr zum Siegtreffer (82.).
Kristian Pedersen, Simon Hedlund (v.l.) und Grischa Prömel (r.) herzen den Torschützen Hosiner.
© Matthias Koch
Ab Montag beginnt dann also bei Union eine neue Zeitrechnung. Bislang steht nur der Abgang von Leistner fest. Bei Steven Skrzybski sollen sich bis zu fünf Bundesligaklubs interessiert zeigen. Das Eigengewächs soll aber nicht abgeneigt sein, in Köpenick durch einen Verbleib Heldenstatus zu erlangen, wenn sich bei den Angeboten aus dem Oberhaus nichts wirklich passendes ergibt.
Die Verträge von Daniel Mesenhöler, Dennis Daube und Stephan Fürstner laufen aus. Bei letzterem soll ein neuer Einjahresvertrag im Raum stehen. Auch Marc Torrejon werden Heimkehrgelüste nach Spanien nachgesagt. Kristian Pedersen könnte seine Zukunft auch woanders sehen.
Aber das größte Fragezeichen schwebt über der Zukunft von Trainer Hofschneider. Auch wenn die zehn Punkte aus den letzten fünf Spielen Zeichen der Besserung waren. Fragen gibt es genug an der Alten Försterei.
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