52 Millionen Euro ist das Projektvolumen, mit der die in Köln beheimatete Pandion AG das Bauvorhaben angeht. Hinter der Aktiengesellschaft steckt Immobilienentwickler Reinhold Knodel. Ein Quereinsteiger. Er ist gelernter Zimmermann, machte vor seinem BWL-Studium die Polizeiausbildung. Es ist sein drittes Groß-Projekt in Berlin.
An der Wallstraße plant Knodel mit 9861 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche. Darin Wohnungen, die 28 bis 164 Quadratmeter groß sind. Knapp 150 000 Euro sollen die kleinsten kosten, 83,56 Quadretmeter gibt’s für 413 900 Euro, 146,79 Quadratmeter für etwas mehr als eine Million Euro. Die Ausstattung ist gehoben. Berlins Pandion-Niederlassungsleiter Mathias Groß: „Wir haben beim Wohnungsmix darauf geachtet, eine große Zielgruppe abzudecken. Ein Highlight stellt der große Innenhof dar, der durch Privatheit und viel Grün besticht. Für die zukünftigen Bewohner eine Oase der Ruhe mitten in der Stadt.“ 2018 soll alles fertig sein.
An Luxus fehlte es Schalck zu DDR-Zeiten übrigens auch nicht. Villa am Orankesee, Haus in der Schorfheide, Westgeld ohne Ende. Der mächtige KoKo-Chef hatte über 1000 Mitarbeiter, war gleichzeitig Stasi-Oberst und hatte nur noch Honecker über sich. Bis zum Ende 1989 erwirtschaftete er mit seinen teilweise dubios-schmutzigen Geschäften rund 30 Milliarden D-Mark für die marode DDR-Staatskasse.
Über ein Netz von Tarnfirmen in Ost und West verkaufte er nicht nur Waffen nach Libyen und in den Irak, sondern auch Blutspenden und DDR-Häftlinge in den Westen. Mit den erwirtschafteten West-Devisen hielt Schalck nicht nur die DDR-Wirtschaft am Leben, sondern finanzierte auch die Luxuswünsche der DDR-Führung in Wandlitz.
Sein größtes Geheimnis lagerte jedoch im Keller der KoKo-Zentrale an der Wallstraße. Hier bunkerte Schalck 21 Tonnen pures Gold in riesigen Barren, die er kurz vor dem Ende der DDR für 500 Mio. D-Mark aufkaufte. Nach Schalcks Flucht in den Westen sollte der gigantische Goldschatz in der Nacht vom 8. zum 9. Dezember 1989 in die Tresore der Staatsbank der DDR transportiert werden. Die saß in der Französischen Straße. Dort kam die wertvolle Fracht (heutiger Wert: 820 Mio. Euro) jedoch nie an. Das Geheimnis, wo das Gold der DDR verblieben ist, nahm Schalck mit in Grab, als er letztes Jahr in seinem neuen Domizil am bayerischen Tegernsee starb. Er hatte stets gesagt: „Ich weiß nicht, wo das Gold ist.“ M.T./SCHA
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