Viele Menschen suchten am Freitag Erfrischung, wo sie konnten: in Freibädern, in U-Bahnstationen, in Geschäften mit Ventilatoren. Wer in einem klimatisierten Büro arbeitet, konnte sich glücklich schätzen. Touristen suchten schattige Plätze am Wasser.
Der Berliner Hotel- und Gaststättenverband zeigte sich erfreut. „Nichts ist besser als gutes Wetter - die Schiffe sind voll, die Biergärten sind voll“, sagte Hauptgeschäftsführer Thomas Lengfelder. Die Getränke würden nicht knapp.
Auch das Wasser drohte trotz eines höheren Verbrauchs nicht, auszugehen. Am Dienstag wurde nach Angaben der Berliner Wasserbetriebe ein Spitzenwert von 726 000 Kubikmeter erreicht. Der Rekordverbrauch wurde allerdings am 2. Juli registriert: 786 300 Kubikmeter. „Wir haben trotzdem immer noch 15 Prozent Luft nach oben“, sagte eine Sprecherin.
Manche Berliner machen allerdings vom Wasser nicht genügend Gebrauch. Mit Schwäche, Benommenheit und schwankendem Blutdruck werden mehr Patienten als sonst in die Charité eingeliefert. „Vor allem Menschen mit Kreislaufproblemen müssen versorgt werden“, sagte eine Sprecherin. Häufiger Grund: zu wenig getrunken.
Zudem hielt die hohe Ozonbelastung weiter an. Am Freitag wurde laut Umweltverwaltung ein Wert von 193 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen; die Alarmschwelle liegt bei 240 Mikrogramm. Empfindliche Menschen sollten vorsorglich körperliche Anstrengung im Freien vermeiden, hieß es. Außerdem sollten Berliner auf das Autofahren verzichten. Die Feuerwehr verzeichnete unterdessen keinen nennenswerten Anstieg der Einsatzzahlen. „Erstaunlicherweise hält sich alles im Rahmen“, berichtete ein Sprecher.
Auch Tiere brauchten bei der Hitze eine Abkühlung. Im Zoo wurden Eisbomben verfüttert, den Alpakas kleine Wasserlöcher geboten. Die Elefanten würden sich selbst helfen, sagte eine Sprecherin. Sie bewerfen sich mit Sand und legen sich so selbst eine Schutzschicht zu.
Für den Samstag erwartete der DWD Temperaturen um 33 Grad. Besonders am Nachmittag und Abend seien Gewitter möglich, sagte Meteorologe Zedler. Am Sonntag werde das Wetter dann bei bis zu 26 Grad deutlich angenehmer. Mit einer endgültigen Höchsttemperatur vom Freitag war laut DWD erst später am Abend zu rechnen. dpa
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