Wochenlang war in der Hauptstadt über deren Herkunft gerätselt worden. Seit Mai hat ihr Schöpfer demnach nachts unterstützt von einem Kaminholzhändler an die 500 Baumkobolde mit Augen aus Holzscheiben und Ästen als Nase gestaltet.
Tatsächlich sieht es für die Bäume derzeit nicht allzu rosig aus: 2014 fielen 4437 von ihnen - aber nur 2349 wurden gepflanzt. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt auf eine Grünen-Anfrage hervor. Insgesamt gab es Ende 2014 demnach noch fast 440 000 Straßenbäume. Grund für ihre Abholzung kann etwa eine Krankheit sein.
Bis 2017 sollen mit Hilfe einer Spendenaktion 10 000 neue Bäume gepflanzt werden. Seit Herbst 2012 kamen dafür demnach 550 000 Euro zusammen. Um einen Baum zu pflanzen, sind den Angaben zufolge 1200 Euro nötig.
Zu schaffen macht der Natur derzeit auch das Wetter: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft Berliner angesichts hoher Temperaturen auf, Straßenbäume zu gießen. „Jungbäume benötigen in der Anwuchsphase besonders viel Wasser und drohen abzusterben.“ Auch älteren Bäumen mache die Trockenheit zu schaffen.
Vergessen hat die Stadt die Stümpfe, die der Steglitzer für seine Protestaktion umgestaltet hat, im Übrigen nicht. Sie bleiben der zuständigen Senatsverwaltung zufolge nach dem Fällen noch eine Weile stehen, um sie später gesammelt und einfacher zu beseitigen. dpa
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