Umbau vom Tisch

Olympiastadion: Senat will keine reine Fußballarena

Innensenator Andreas Geisel schließt große öffentliche Investitionen aus.

BK
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Herthas Mietvertrag für das Olympiastadion läuft 2025 aus. Statt diesen zu verlängern, hat sich das Management des Vereins eigentlich für einen Stadion-Neubau ausgesprochen, mit einer Arena, die nur noch 55.000 statt bis zu 75.000 Sitzplätze im Olympiastadion fasst. Hintergrund für diese Entscheidung: Das Olympiastadion ist bei Hertha-Heimspielen selten ausverkauft. Partien vor halbleeren Rängen drücken auf die Stimmung, deshalb möchte der Verein die Heim-Arena verkleinern.

Angesichts mangelnder Standort-Alternativen innerhalb von Berlin würde Hertha den Neubau am liebsten direkt neben dem Olympiastadion errichten, doch dagegen haben sich fast alle Fraktionen im Abgeordnetenhaus gestellt - weil mit dem Auszug Herthas aus dem Olympiastation der wichtigste Mieter wegfallen und Millionen-Einnahmen wegbrechen würden.

Zugleich muss das Olympiastadion dringend saniert werden - 30 bis 40 Millionen Euro müsste der Senat auch dann investieren, wenn Hertha auszieht. Deshalb versucht der Senat, Hertha mit einem flexiblen Umbau des Stadions zum Bleiben zu überreden. Ein Entwurf sieht vor, dass das Olympiastadion je nach Ereignis in unterschiedlich große Flächen und die entsprechende Bestuhlung eingeteilt würde - so könnten weiterhin Liga- und Pokalspiele neben Ereignissen wie der Leichtathletik-EM oder Groß-Events wie U2 oder Helene Fischer in dem Charlottenburger Traditions-Stadion stattfinden (BK)

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