Nach einer Mandelentzündung war plötzlich seine linke Gesichtshälfte gelähmt. „Ich dachte, dass ich einen Schlaganfall habe“, erinnert sich Abele. Bei Sohn Jay Travis hatte er sich mit einem Virus angesteckt.
Im Bundeswehrkrankenhaus von Ulm wurde Abele schnell Hirnmasse abgezogen, er musste sich einer Kortison-Kur unterziehen. „Es hieß, dass es ewig dauern kann. Entweder ein halbes Jahr – oder nie mehr.“ Die sportlichen Pläne lagen zunächst auf Eis. Als sich die gesundheitliche Situation normalisierte, hatte Abele sechs Kilogramm zugenommen. Der Körper reagierte auf die Mehrbelastung, bis März machte die Achillessehne Probleme. Erst dann ging es wieder aufwärts.
An der Schulter von Berlino kullern bei Arthur Abele die Tränen.
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„Das ist die Message, nie aufzugeben, wenn man einen Traum hat“, fasst Abele seine Laufbahn zusammen, in der er zwischen 2008 und 2013 verletzungsbedingt keinen Zehnkampf beenden konnte. Nun soll auf keinen Fall Schluss sein. „Bis 2020 mache ich weiter“, bekräftigte der älteste Europameister der Geschichte. Im Herbst des kommenden Jahres steht die WM in Doha an, anschließend soll Olympia in Tokio als Höhepunkt folgen. „Ich werde versuchen, den Titel als noch größeren Ansporn zu nehmen. Dann kann ich nochmal ganz oben dabei sein.“
Dem Europameister dürfte bei der WM in Katar und bei Olympia in Tokio entgegenkommen, dass jeweils ähnlich heiße Temperaturen wie im Glutofen Olympiastadion zu erwarten sind. „Ich bin der Typ, der es liebt in der Hitze“, sagt Abele entkräftet, aber glücklich. Auf seine neue Rolle freut er sich nun umso mehr: „Ich bin der Gejagte jetzt, die Herausforderung nehme ich gerne an.“
Es ist nicht die erste seiner Karriere.
Gold-Jubel: Auch in der elften Disziplin ist Abele spitze.
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