ALLGEMEIN: Der graue Kranich kann bis zu 1,20 Meter groß werden. Das Gefieder ist grau mit schwarz-weißer Kopf- und Halszeichnung samt rotem Tupfer. Die Tiere können bis zu sieben Kilogramm schwer werden. Sie ernähren sich zum Beispiel von Insekten, Schnecken, Getreide- und Maiskörnern, Würmern und Reptilien. Kraniche können mehr als 40 Jahre alt werden, das kommt bei Vögeln in Freiheit aber selten vor.
VORKOMMEN: In Brandenburg leben im deutschlandweiten Vergleich viele Kraniche. Von bundesweit insgesamt 7000 Brutpaaren brüten etwa 2700 Paare allein in der Mark (Stand 2011). Die Bestände erholten sich in den vergangenen Jahren gut. Ende der 1990er Jahre wurde der Kranich noch als stark gefährdet eingestuft, heute nicht mehr.
SAMMELPLÄTZE: Ab August kommen die Kraniche, die in Brandenburg gebrütet haben, und Junggesellen zu den traditionellen Sammelplätzen. Im Monat darauf stoßen Tiere aus den nördlichen und östlichen Gebieten dazu, die auf der Durchreise sind. Tagsüber halten sie sich auf Äckern auf, abends kehren sie zu dem Sammelplatz zurück.
BEOBACHTUNGSPLÄTZE: An vielen Stellen können Naturbegeisterte die Tiere beobachten. Der wohl bekannteste Rastplatz sind Teiche im Vogelschutzgebiet Rhin-Havelluch bei Linum in Nordbrandenburg. Tausende Kraniche sind dort im Herbst zu sehen. Das Rambower Moor weiter nordwestlich nutzen auch Tausende Kraniche als Schlafplatz. Weitere Sammelplätze in Brandenburg sind zum Beispiel: Parlow und Gartz (Uckermark), Gülper See (Havelland), Altfriedländer Teiche (Märkisch-Oderland) und Wanninchen (Dahme-Spreewald).
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