Ab 15. Januar wird auf dem Display immer angezeigt, wie teuer das Abheben ist

Der freundliche Abzock-Automat von der Bank

Marion Klemp
Lesezeit 2 Min

Hamburg/Berlin - Wer in Sachen Geld fremd geht, braucht bald nicht mehr so viel für den finanziellen Seitensprung bezahlen. Ab Mitte Januar beginnt die Abzocke an fremden Geldautomaten zu bröckeln.Mal schnell noch Geld ziehen - und später dann beim Lesen der Kontoauszüge der Schock: Bis zu 15 Euro kassierten Banken bislang, wenn Fremdkunden (von anderen Banken bzw. Geldinstitutsgruppen) an ihre Automaten gehen.Ab 15. Januar endlich entfallen die sogenannten "Interbankgebühren" zwischen den Geldinstituten und der Fremdkunde bekommt mehr Durchblick. Neu: Vor dem Abheben am Automaten wird in einem Display die Höhe der fälligen Gebühr angezeigt. Ist sie dem Geldabheber zu hoch, kann er den Vorgang abbrechen und sich einen anderen Automaten suchen.Das bringt verschärften Wettbewerb um den Fremdkunden am Geldautomaten und lässt die Gebühren purzeln. Der Druck von Bundeskartellamt, Verbraucherschützern und Politikern zeigte damit Wirkung.Die privaten Banken (zum Beispiel Commerz-, Post- und Deutsche Bank) preschten mit 1,95 Euro pro Transaktion vor. Diesem Signal folgten jedoch Sparkassen und Genossenschaftsbanken noch nicht. Sie gehen zunächst auch uneinheitlich vor. Meist verlangen sie pro Transaktion 3,95 bis 4,70 Euro. Bleibt zu hoffen, dass sie unter dem Druck der privaten Banken schnell nachziehen müssen.------------------------------

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