Sie ermitteln gegen drei Polizeibeamte wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Die Beamten sollen polizeiinterne Informationen über bevorstehende Razzien an fünf libanesische Rauschgifthändler weitergegeben haben. Die Dealer sollen mit Heroin gehandelt haben. Gegen sie wird ebenfalls ermittelt.
Nach Informationen des KURIER sollen die Polizisten in der Direktion 4 im Südwesten der Stadt gearbeitet haben, zuständig für Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf. Als Gegenleistung für ihre Warnungen sollen die Polizisten jede Woche etwa 800 Euro erhalten haben.
Vor ein paar Tagen durchsuchten Ermittler die Wohn- und Büroräume der Polizisten. Dabei fanden sie „umfangreiche Beweismittel“, sagte ein Polizeisprecher. Die Verdächtigten dürfen ihren Dienst nicht weiter ausüben.
Unter den Kollegen sorgt der Fall für Gesprächsstoff.
„Sollte sich der Verdacht erhärten, distanzieren wir uns von diesen Kollegen“, sagt Benjamin Jendro von der Gewerkschaft der Polizei. „Korrupte Kollegen können wir nicht gebrauchen.“ STR
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