8,5 Millionen Euro

Der Transferkönig ist da, es folgen noch Prinzen

Die Erwartungen an Herthas neuen Stürmer Davie Selke sind hoch.

Paul Linke
Lesezeit 2 Min
Blinder Aktionismus: Herthas Allan versucht, den noch Leipziger Davie Selke zu stoppen. Betonung liegt auf: versucht. Selke trifft zum 3:1 im Olympiastadion.

Blinder Aktionismus: Herthas Allan versucht, den noch Leipziger Davie Selke zu stoppen. Betonung liegt auf: versucht. Selke trifft zum 3:1 im Olympiastadion.

© imago/Contrast

Auch bei Hertha BSC war das schon so. Zwei der letzten drei Spieler, die als Königstransfers bezeichnet wurden, heißen Valentin Stocker und Ondrej Duda. Und mehr muss man nicht sagen. Außer vielleicht: Stockers Reich war zuletzt die Ersatzbank, und Duda muss erst noch beweisen, ob er ein Mittelfeldregiment führen kann.

Herthas zweitteuerster Einkauf der Klubgeschichte

Nun also Davie Selke (22), der für 8,5 Millionen Euro von RB Leipzig kommt und in der klubinternen Rekordablöseliste gleich mal den ersten Platz belegt. Der Stürmer – ob er die Thronfolge antreten will oder nicht – ist damit ein klassischer Königstransfer. In diesem Sommer werden ihm nur noch Prinzen folgen.

Herthas zweitteuerster Einkauf der Klubgeschichte ist der 2012 verstorbene Alex Alves. Doch eigentlich gebührt dem Brasilianer noch immer die Ablösekrone. Er kam 1999 für umgerechnet 7,6 Mio. Euro aus Brasilien. Und 1999 war nicht nur ein anderes Jahrtausend.

Es war auch eine andere Fußballwelt, die noch weit davon entfernt war, vom Geldadel regiert und unterdrückt zu werden. Zur Erinnerung: Damals spielte Hertha in der Champions League und wollte auf Pump durch Europa reisen. Was bekanntlich mit dem Sturz endete.
Der Stürmer Alves schoss in drei Jahren und 81 Spielen 25 Tore. Ein Wert, an dem sich der neue Transferkönig Selke messen lassen muss.

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