„Bis dass der Tod euch scheide …“ – da wollte eine Ehefrau nach 52 Jahren Ehe nachhelfen. Bertha Yalter muss sich in Florida wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Die 71-Jährige hatte versucht, ihren Ehemann Memo (75) mit einem Kissen zu ersticken. Auslöser war die Postkarte einer Frau, mit er vor über einem halben Jahrhundert eine Liebesbeziehung hatte.
Memo Yalter hatte in Miami den 911-Notruf gewählt und die Attacke seiner Frau auf sein Leben gemeldet. Laut Anklage fanden die Cops den 75-Jährigen in einem „extrem angeschlagenen und geschwächten Zustand“. Er hatte blaue Flecke, Kratzer von Fingernägeln und blutete aus mehreren Bisswunden.
Als sie die Postkarte fand, rastete Bertha aus
Den Beamten gab Memo Yalter zu Protokoll, dass er eine Postkarte von einer Frau erhalten hatte, mit der er als Teenager in den 60er-Jahren zusammen war – vor seiner Beziehung mit seiner Ehefrau. Als Bertha Yalter die Postkarte fand, rastete sie aus. Laut des Senders WTVT hatte sie ihrem Ehemann das Handy weggerissen, damit dieser keine Hilfe holen konnte. Dann habe sie dem gesundheitlich Geschwächten ein Kissen ins Gesicht gedrückt, um ihn umzubringen. Memo Yalter gelang es, sich zu befreien und die Polizei zu rufen.
Laut eines Polizeiinsiders gab Bertha Yalter die handgreifliche Attacke vor den Beamten zu, dementierte aber, dass sie ihren Ehemann habe umbringen wollen. Ihr Problem: Ihr Mann konnte ihren Angriff teilweise per Handy aufnehmen – was der Polizei vom Miami-Dade Police Department als Beweis genügte und zur Festnahme von Bertha führte.
Ehepaar Bertha und Memo Yalter bei einem harmonischeren Zusammensein.
Bei der ersten Anhörung versuchte Bertha Yalters Anwalt, seine Mandantin gegen Kaution wieder auf freien Fuß zu bekommen. Er argumentierte: „Es gibt keine Beweise für eine Mordabsicht – es war ein normaler Ehestreit.“ Doch damit kam er bei Richterin Ellen Sue Venzer nicht weit und Bertha Yalter muss in Untersuchungshaft bleiben. ■
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com