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Als die Sonne am Neujahrsmorgen um 8.16 Uhr rauskommt, ist die Partymeile Pariser Platz in Mitte längst wieder blitzeblank. Zu Beginn der Sonderschicht um zwei Uhr nachts wateten die Sauberfrauen und -männer von der BSR noch knöchelhoch durch Sektflaschen, Böller-Reste. Martin Müller (33) mag’s.
„Bei unserer Arbeit sieht man, was man geschafft hat.“ Rund 600 BSR-Leute waren mit 150 Fahrzeugen in Schwerpunktgebiete wie Kudamm und Alex ausgerückt. Alle in picobello sauberen Putz-Plünnen. „Die kriegen wir vom Arbeitgeber frisch gewaschen hingelegt“, freut sich Christian Bartholomé (30).
Er fand schon viel im Müll. „Unterwäsche, Geld, Telefone.“ Im diesjährigen Kehraus auch Dutzende Würste in Folie mit abgelaufenem Verfallsdatum. Dazu ein Eimer Ketchup, das Schild „Bratwurst 2 Euro“. Auweia! Mandy Schulze (34) lacht.
In der Nase den eklig süß-sauren Geruch des Dreckhaufens vor ihr. In der Hand die Kehrichtschaufel: „Weg damit. Wir entsorgen die alten Geister vom vergangenen Jahr.“ Christian Bartholomé befördert per Ladekran alles aufs Sammelfahrzeug. Ab in die Verbrennung in Ruhleben. Da wird aus Abfall Dampf, der zu Strom und Wärme. Zum Start des Neujahrslaufs mittags vom Tor bis zum Dom sind die vier Kilometer Unter den Linden wieder tipptop. Ab heute kommen Haupt- und Nebenstraßen dran. Immer schön flott, Routine haben die Heinzelmännchen von der BSR reichlich.
Christian Bartholomé stolz: „Seit meinem Job bei der BSR geht mir das Putzen viel schneller von der Hand. Auch in meiner eigenen Wohnung.“ DÜBB
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