60 Jahre alte Züge wieder in Betrieb

Fliegender Wechsel bei der U-Bahn

Auf der „Kanzler-U-Bahn“ werden die gelben Greise einen geruhsamen Lebensabend haben.

Gerhard Lehrke
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Die „Doras“ wurden von Tiefladern geliefert.

Die „Doras“ wurden von Tiefladern geliefert.

© Thomas Lebie

Die BVG braucht Wagen – und auf der Stummelstrecke U 55 zwischen Brandenburger Tor und Hauptbahnhof waren sechs „erst“ 37 Jahre alte Wagen der Baureihe F eher unterbeschäftigt. Deshalb möbelte die BVG sechs betagte Fahrzeuge der Baureihe D („Dora“), die zuvor noch als Museums- und Werkstattzüge dienten für 1,9 Millionen Euro auf. 

Zwei von 1956, zwei von 1958 und zwei von 1968. Die jüngsten sind noch in der Werkstatt, aber die vier ganz alten Veteranen haben die Verjüngungskur schon hinter sich.

Bis zu 2,7Mio. Kilometer haben sie abgespult. Auf der „Kanzler-U-Bahn“ werden die gelben Greise einen geruhsamen Lebensabend haben, 40.000 Kilometer im Jahr, während die Wagen der F-Reihe den Knochenjob im Netz übernehmen. 2020 wird voraussichtlich Schluss sein. Dann wird die U 55 mit der Verlängerung der U 5 verbunden. GL

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