5900 Euro Schmerzensgeld

Brandenburgerin als Ossi beleidigt

Er mobbte seine Buchhalterin und beleidigte sie wegen ihrer Herkunft als Ostdeutsche: Jetzt muss ein Firmenchef aus Österreich seiner Ex-Mitarbeiterin 5900 Euro Schmerzensgeld zahlen.

BK
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Monatelang wurde die Brandenburgerin an ihrem Arbeitsplatz in Österreich gemobbt (Symbolbild).

Monatelang wurde die Brandenburgerin an ihrem Arbeitsplatz in Österreich gemobbt (Symbolbild).

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Bereits im Vorstellungsgespräch bei der Kärntner Steuerberatungskanzlei betonte die Brandenburgerin, die schon seit einigen Jahren in der Region lebte, dass sie keine Erfahrungen im Buchhaltungssektor Österreichs habe. Dennoch wurde sie eingestellt. Sie wurde geschult und arbeitete anfangs ohne Probleme.

Doch nach einigen Monaten wurde ihr gesagt, sie arbeite zu langsam. Die Frau wurde mit so viel Arbeit überschüttet, dass sie diese mit nach Hause nehmen musste. Es folgte die Kündigung. Während der Kündigungsfrist ging der Terror erst richtig los. Ihr wurde gesagt, als Ostdeutsche sei sie nichts wert und „ostdeutsche Methoden“ würden im Betrieb nicht geduldet. Die Angestellte wurde angeschrien, Akten vor ihr auf den Boden geknallt. Der Stress schlug ihr auf den Magen. Sie wurde krankgeschrieben. „Der Attest ist eine Fälschung“, tobte ihr Chef und drohte, ihre Fehlleistungen im Internet zu veröffentlichen. Die Folge: Die Gemobbte erlitt eine posttraumatische Belastungsstörung und bekam schließlich Burn-out.

„Die Beleidigungen wegen ihrer Herkunft waren Teil diskriminierender Äußerungen. Der Fall ist geradezu ein Lehrbuchbeispiel für Mobbing“, befand der Oberste Gerichtshof in Wien und bestätigte das bereits zugesprochene Schmerzensgeld von 5900 Euro aus zwei Vorinstanzen. CWG

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