Ein modernes Stadion sollte her für den neuen, dritten Berliner Fußballclub. Eines, das internationalen Ansprüchen genügt. 20000 Zuschauerplätze sollten entstehen. Das war der Plan. Zumindest so lange, bis die Kosten dafür auf rund 60 Millionen DDR-Mark geschätzt wurden. Das Projekt wurde verworfen und stattdessen die Erhöhung der Stehplatztribüne forciert.
„Die Kapazität soll um etwa 5000 erhöht werden, so dass wir bei ausverkauftem Haus auf 17000 Zuschauer kommen“, sagte der Vorsitzende der Technischen Kommission des 1. FC Union, Karl Hexamer, damals. „Nach Fertigstellung des neuen Dammes wird er über 26 Reihen mit einer Länge von 99 Metern verfügen. Er erhält zwei Zu- bzw. Abgänge. Weitere Sitzplatzreihen werden dagegen erst 1969 geschaffen werden können. Früher ist es leider nicht möglich.“
Es gab sogar ein Motto mit eigenem Logo.
© Thomas Guggenberger, Archiv des 1. FC Union Berlin
Und die Eisernen rufen zum ersten von etlichen Stadion-Subotniks auf – unter dem Motto „Berlin hilft Union“. „Wir rufen deshalb alle auf, uns bei der Verwirklichung dieser Aufgabe durch Ableistung von NAW-Stunden zu unterstützen. Jeder sollte hier mit Hand anlegen. Das „Eisern Union“ muss sich auch hier bestätigen“, ließ der Vorstand verkünden. An jedem Sonnabend- und Sonntagvormittag ab 8 Uhr und wochentags von 17 bis 19 Uhr ackerten nun tüchtige Helfer im Stadion An der Alten Försterei.
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