50 Jahre Union

1989: Erster Kinofilm - "Und freitags in die Grüne Hölle"

Dajana Rubert
Lesezeit 2 Min

Union 49 Minuten erleben – hautnah, pur, ehrlich. Das konnten die Fans 1989 zum ersten Mal. Mit „Und freitags in die Grüne Hölle“ wurde Union erstmals zu einem Thema auf der Kinoleinwand. Während der Oberligasaison 1987/88 begleitet ein Dokumentarfilmteam der DEFA, Ernst Cantzler und Burghard Drachsel, den Union Fanclub BSV Prenzlauer Berg.

Hauptperson ist Andreas Schwadten, der im Übrigen heute mit seiner Firma Sponsor der Eisernen ist. „Die ’Grüne Hölle’ war eine Eckkneipe in Prenzlauer Berg, die so grüne Neonröhren an den Fenstern hatte. Da trafen wir uns vor Heim- und Auswärtsspielen, lachten, tranken, bereiteten uns aufs Ereignis vor“, erzählt Schwadten. Es war eine für Union dramatische Saison, an deren Ende der Klassenerhalt stand, der erst mit einem Auswärtssieg am letzten Spieltag in Karl-Marx-Stadt gesichert werden konnte.

Heute ist der Film ein wichtiges Zeitdokument und eine der wenigen frühen Dokumentationen, die sich der Fußballkultur widmen. Ins Kino kam der Film erst ein Jahr nach seiner Fertigstellung. Er war so offen, so ehrlich, so laut und so lauter wie die Unioner nun mal sind. Das war den DDR-Kinos zuvor einfach zu „fett“.

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