40-Grad-Marke in Sicht

Erst die Hitze-Spitze, dann die Kälte-Welle?

Ein möglicher Temperatursturz von 40 auf 20 Grad weckt Hoffnung bei Hitzegeplagten.

Jo Studnik
Lesezeit 3 Min
Wie stark die Temperaturen einbrechen, wird sich zeigen, aber die Sonne wird uns weiter einheizen.

Wie stark die Temperaturen einbrechen, wird sich zeigen, aber die Sonne wird uns weiter einheizen.

© dpa

Die Hitzewelle in aktuellen Zahlen: Wassertemperaturen von 25 Grad - das kennen wir sonst vom Mittelmeer, an der Ostsee badet man nun im mediterranen Flair. An Land bietet der Seewind nicht den Hauch von Abkühlung: Bis zu 37 Grad werden in diesen Tagen an der Küste erwartet!

Wassertemperaturen bis 31 Grad, heißester Tag des Jahres

Noch stärker haben sich die Seen unserer Region inzwischen aufgewärmt: Am Kiebitzer See im Süden Brandenburgs wurden nun bereits 31 Grad gemessen - massiver Stress für Fische, die sich in kühlere Tiefen zurückziehen und ihre Kreislauftätigkeit herunterfahren, um so zu überleben.

Auch Berliner haben längst gelernt, mit der Hitze umzugehen, und so weckt eine Meldung wie diese kaum noch ein Schulterzucken: Heute erwarten wir in der Hauptstadt mit 38 Grad und mehr den heißesten Tag des Jahres, am Mittwoch wird es voraussichtlich noch heißer.

Bald nur noch 20 Grad am Tag?

Umso spannender die Entwicklung, die einige Wettermodelle andeuten: Es könnte zum Freitag hin zu einer kräftigen Abkühlung kommen, eingeleitet durch Hitzegewitter und Schauer, die örtlich bereits ab Mittwoch in unserer Region auftreten könnten.

Höchstwerte knapp oberhalb der 20-Grad-Marke und Tiefstwerte deutlich darunter: Das würde jetzt viele hitzegeplagte Berliner zum Jubeln bringen. Doch dass die Temperaturen tatsächlich derart einbrechen werden, dass wir von einer „Kältewelle" sprechen müssten, das hält Wetter-Experte Dominik Jung (wetter.net) doch für arg übertrieben und grotesk: „Denn die Höchstwerte werden weiterhin um 25 bis 30 Grad liegen. Stellenweise sogar noch etwas höher, lokal auch etwas darunter."

Diese Höchstwerte erwartet Dominik Jung am kommenden Sonntag: Von einer Kältewelle könne weit und breit keine Rede sein, so der Wetter-Experte.

Diese Höchstwerte erwartet Dominik Jung am kommenden Sonntag: Von einer Kältewelle könne weit und breit keine Rede sein, so der Wetter-Experte.

© wetter.net

Uns erwartet also offensichtlich keine „Kältewelle", aber immerhin dürfen wir darauf hoffen, dass wir bald die Zeit der Gluthitze vorerst hinter uns haben und stattdessen einen weiterhin warmen Sommer ohne Extreme genießen können. 

Das gilt allerdings nicht für die Orte, in denen von Mittwoch an teils heftige Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel abgehen werden - wo genau, entzieht sich leider der Vorhersage. Für alle übrigen Gegenden gilt: Die Hoffnung auf Regen erfüllt sich weiterhin nicht. Auch kräftige örtliche Schauer reichen nicht, um der Trockenheit entgegenzuwirken. „Die großflächige Dürre wird dadurch nicht gelindert werden“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung. JSt

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