In der Tat: Es gibt das Verfahren nur hier, im Café Grün-Ohr in der Rosenthaler Straße (Mitte). Der Kunde bestimmt auf einem Bildschirm im Verkaufsraum sein Lieblingsmotiv. Zum morgigen Start des Projekts stehen zehn zur Auswahl, darunter das grüne Ampelmännchen (ab 5 Euro). Die Daten fließen in einen Computer, an dem ein Mitarbeiter den Code für die gewünschte Geschmacksrichtung per Hand eingibt.
In einer Isobox (Temperatur ist streng geheim) liegen wie beim Onkel Doktor mit bunter Flüssigkeit aufgezogene Spritzen. Aus ihnen läuft die Zucker-Apfel-Spinat-Mixtur heraus, während ein Roboterarm wie von Geisterhand gesteuert die Spritze leert. „Das ist unser 3-D-Drucker“, erklärt Melissa (27). Nach zwei Minuten hat er den grünen Geher fertig, zwar ein wenig platter als erwartet, aber wirklich dreidimensional. Ein Wunderwerk der Technik – schwupps, schon vernascht.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com