Berlin - Fußballfest Fanmeile. Mehr als 37 Grad Hitze. Der Planet brennt, selbst die Sonne schwitzt - und mit ihr mehr als 400 000 Fans beim Public Viewing am Samstag. Aber Vorsicht: Herz- und Kreislaufprobleme drohen. Lebensgefahr! KURIER zeigt, wie Sie den Kollaps auf dem 17. Juni vermeiden.Grundsätzlich gilt: Perücken, T-Shirts als Turbane oder Sandalen sind tabu. "Auch wer Sonnencreme vergisst, handelt grob fahrlässig", sagt Rüdiger Kunz vom Berliner DRK. Seine rund 80 Rettungskräfte sind gewappnet. Große Zeltstände, vermehrte Patrouillen, verbesserte An- und Abfahrtswege für Krankenwagen. Und auch der Veranstalter sorgt vor. Erstmals gibt es eine 8x2 Meter große Dusche auf der Fanmeile.Gut so. Denn: "Die Wärme bedeutet für Herz und Kreislauf rund 30 bis 40 Prozent mehr Anstrengung", sagt Heinz Jarmatz vom Verband der Hausärzte. Heißt: Trinken, trinken, trinken - und zwar zwei bis drei Liter. Auch wenn frisch gezapftes Bier lockt, sollte es doch Wasser sein. Die Getränkehändler auf der Fanmeile haben deshalb extra die Preise gesenkt.Auch ein paar kühle Spritzer ins Gesicht oder auf Hände und Unterarme helfen. Zwar locken Würstchen und Steaks vom Grill, die Portionen sollten aber dennoch kleiner sein. So benötigen die Verdauungsorgane nämlich weniger Blut. Das kommt dann stattdessen den Hautgefäßen zur Wärmeregulierung zugute. Ideales Essen wäre vorher Pasta, Salate, Obst, etwas Käse, Fisch oder mageres Fleisch.Meiden Sie außerdem möglichst oft die pralle Sonne. Schonen Sie Ihren Kreislauf und verzichten Sie auf das Sonnenbad vor dem Fanmeilen-Besuch. Die Gefahr eines Hitzschlages ist einfach zu groß.Und auch wenn es bei dem spannenden Spiel schwer fällt: Beschränken Sie Hüpfen, Schreien, Armewedeln auf das Nötigste - also die Tore der deutschen Spieler. Ganz sicher: So zeigen Sie der brutalen Hitzeschlacht die kalte Schulter!------------------------------BU: Pitsch-patsch-nass. Davon werden die Fans auf der Fanmeile bei Höllen-Temperaturen träumen.
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