34 000 Berliner sind spielsüchtig SPD fordert Gesetz gegen Daddel-Buden

Zocker-Alarm

Ronald Gorny
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Berlin - Die SPD will den Glücksspiel-Sumpf in der Hauptstadt trockenlegen. Ein entsprechendes Landesgesetz soll bis zum Sommer in Kraft treten.Die Fakten sind alarmierend. In den vergangenen vier Jahren hat sich die Zahl der Geld-Gewinnspielgeräte in Berlin von 5882 auf 10 246 nahezu verdoppelt. Rund 34 000 Männer und Frauen sind spielsüchtig. SPD-Experte Daniel Buchholz: "Spielhallen zerstören Kieze und Menschen."Folgende Punkte sind in einem neuen Landesgesetz geplant:- Der Mindestabstand zwischen zwei Spielhallen soll künftig 1 Kilometer betragen. Zum Vergleich: In der Spandauer Wilhelmstadt gibt es inzwischen 15 Glücksspielhöllen auf engstem Raum.- Verbot von Mehrfachkonzessionen - nur eine Halle pro Gebäude.- In Zukunft nur noch acht statt bislang 12 Daddelautomaten in jeder Spielhalle.- Aufsichtspersonal soll von der Fachstelle für Sucht-Prävention geschult werden, um Abhängige zu erkennen und vom Spiel abzuhalten.Berlin wäre das erste Bundesland mit einem solchen Landesgesetz. Bereits kommende Woche wird es ins Parlament eingebracht. Die SPD startet außerdem eine Bundesrats-Initiative. Unter anderem soll pro Stunde die Gewinnmöglichkeit an einem Automaten von momentan 500 auf 150 Euro reduziert werden.

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