Es sind Meldungen, an die man sich traurigerweise gewöhnt hat: Gegen 23 Uhr hörte ein Mann in der Nacht zu Freitag am Kiehlufer in Neukölln einen Knall. Dann sah er wenige Meter hinter sich ein Fahrzeug in Flammen aufgehen. Er alarmierte Polizei und Feuerwehr. Der ausgebrannte Wagen soll einem älteren Herren gehören, der in der Nähe seinen Kleingarten hat.
Ausgebrannte Pkw stehen im Hansaviertel an der Bartningallee. In der Nacht zum 3. Juli brannten insgesamt fünf Autos.
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Die Hintergründe sind noch unklar, die Polizei ermittelt. Derzeit geht die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Fast jede Nacht brennen in Berlin Autos. 327 waren es in diesem Jahr, 64 allein im vergangenen Monat. So brannten in der Nacht zum Dienstag am Chamissoplatz in Kreuzberg sogar zehn Autos auf einmal und zwei Autos in Tiergarten. Nur ein geringer Teil der Brandstiftungen hat einen politischen Hintergrund.
Autos werden von einem Serientäter angezündet?
Die meisten sind entweder Vandalismus, private Rache-Aktionen, Versicherungsbetrug.
„Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik in dieser Woche. Die Polizei setzte die fünfköpfige Ermittlungsgruppe „Nachtwache“ ein, die in den Innenstadtbezirken nach Zündlern Ausschau hält.
Am Kiehlufer in Neukölln wurde in der Nacht zu gestern das Auto eines Kleingärtners in Brand gesetzt.
© Morris Pudwell
Doch bislang ohne Ergebnis. Am Freitag meldete das Inforadio des RBB Erstaunliches: Der Innensenator gehe von einem Serientäter aus und veröffentlicht dazu einen kurzen O-Ton Geisels, der mitten im Satz anfängt: „...sondern dass dort ein Serienbrandstifter am Werk ist. Wir stellen das daran fest, in welchen Stadtteilen Berlins Autos brennen, welche Modelle das sind und welche Bekenntnisse es dazu gibt.“
Weiß SPD-Innensenator Andreas Geisel etwa mehr als seine Polizeipräsidentin? Sein Sprecher Martin Pallgen stellt klar: „Der Senator hat lediglich gesagt, dass man auch eine Serie nicht ausschließen könne. Alles andere wäre Spekulation.“
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