Der Rentner bereut zutiefst: „Es tut mir so unendlich leid.“ So sehr, dass er sich nach dem Todes-Crash nie wieder hinters Steuer setzte. Manfred K.: „Ich gab den Führerschein zurück – freiwillig und für immer.
Heiligabend 2015. Der Rentner aus Zehlendorf kam von der Bescherung bei seinen Kindern. Auf der Großbeerenstraße (Mariendorf) fuhr er vorsichtig: „Er war dunkel und nass, die Straße glitzerte. Und ich war 20 Jahre nicht in der Gegend.“
"Ich konnte nichts tun, bemerkte erst beim Aussteigen meinen Fehler"
Er dachte, er müsste sich vor der Einmündung Daimlerstraße ganz links halten, um in seiner Richtung zu bleiben. Opa K. aber übersah das Vorschriftszeichen „vorgeschriebene Vorbeifahrt – rechts vorbei“.
Sein Geständnis im Prozess um fahrlässige Tötung: „Ich wähnte mich in der richtigen Spur.“ Er sei unter 50 km/h gefahren. Plötzlich ein Auto von vorn: „Es krachte wie aus heiterem Himmel. Ich konnte nichts tun, bemerkte erst beim Aussteigen meinen Fehler.“
Frontal stieß er mit dem entgegenkommenden Audi A4 Avant zusammen. Durch die Wucht schleuderte das Auto von Deniz U. (Namen geändert) in eine Bushaltestelle. U. starb trotz Reanimationsversuchen. Manfred K. und seine Beifahrerin wurden leicht verletzt.
Er ist verantwortlich, aber es liegt eine erhebliche Mitschuld des Opfers vor – durch Raserei! Ein Gutachter: „U. hatte ein Tempo von mindestens 80, eher 100.“ Bei erlaubten 50 km/h wäre ihm ein Ausweichen locker gelungen. Rentner K. blieb straffrei: Verfahren gegen 3000 Euro eingestellt.
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