Berlin - Besser hätte das Comeback für Patrick Ebert nicht laufen können. Neun Monate nach dem Kreuzbandriss bereitete er den Weg zum 6:2 der Hertha beim KSC, war an drei Treffern beteiligt. Hinterher grinste er über beide Ohren, sagte schmunzelnd: "Ein Tor hätte ich schon gern selbst gemacht - ist nur Spaß!"Mit "Patty Ebert"-Sprechgesängen aus 1800 Kehlen wurde der Fanliebling in der 61. Minute (kam für Rukavytsya) auf dem Rasen empfangen. Die Rückkehr nach 211 Tagen. Heilfroh, endlich wieder dabei zu sein, war er auf den Punkt topfit. Keine 40 Sekunden nach der Einwechslung spielte Ebert den genialen Pass, den Rafael zum 2:1 nutzte. Sofort ging er in die Kurve. Das Hertha-Logo auf der Brust küssend, ließ er sich feiern. Ebert: "Die Unterstützung der Fans will ich mit Leistung zurückzahlen."Das Abklatschen mit dem Trainer, bei dem er öffentlich seine Aufstellung gefordert hatte und so intern für Knatsch sorgte, gab es nach dem 3:1. Auch daran hatte der 23-Jährige eine Aktie. "Markus Babbel hat mir bei der Einwechslung gesagt: Spiel so, wie du trainiert hast. Dann gewinnen wir", verrät Ebert. Der Trainer happy: "So stelle ich mir ein Comeback vor." Auch Christian Lell war voll des Lobes: "Wir haben uns nach der ersten Vorlage so riesig für Patty gefreut, dass wir aufgedreht haben", schreibt er dem Flügelspieler einen großen Anteil am Sieg zu.------------------------------
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com