22 000 sagten Nein zu Agrar-Dumping

Wutdemo gegen Tierfabriken

Franziska Priegnitz
Lesezeit 2 Min

Mitte - Die Grüne Woche haben sie links liegen gelassen. Stattdessen gingen gestern 22 000 Menschen in Berlin auf die Straße. Unter dem Motto "Wir haben es satt. Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten" forderten sie eine neue Agrarpolitik.Mehr als 120 Organisationen hatten zu dem Protest aufgerufen, der schon am Morgen mit einer Sternfahrt begann. Mit rund 50 Traktoren fuhren Bauern zur Grünen Woche, um gegen eine industrialisierte Landwirtschaft zu demonstrieren. Im Laufe des Tages gesellten sich weitere Schlepper aus Brandenburg, Familien und Konsumenten hinzu. In Sprechchören forderten sie: "Hopp, hopp, hopp, Agrarfabriken stopp!"Ein Meer aus grünen Luftballons und Transparenten schwebte über den Menschen. Sprüche wie "Genfood ist beschissen, das soll jeder wissen" oder "Wer Bauern quält, wird nicht gewählt" waren zu lesen. Mit Samba-Trommeln, Töpfen und Löffeln sorgten die Demonstranten für Stimmung. Landwirte verteilten Biomilch und Bio-Knabberzeug. Politiker waren bei der Kundgebung nicht zugelassen.Dafür drohte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger der Regierung: "Wir kommen wieder nach Berlin, mit doppelt so vielen Leuten, wenn die Politik nicht endlich handelt." Am Ende durfte die Spitzenkandidatin der Berliner Grünen, Renate Künast, doch noch reden: "Wir wollen nicht, dass unsere Bauern Sklaven sind", erklärte sie.------------------------------

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