VBB-Pläne

2015 werden die Fahrscheine wieder teurer

Neue Chefin, alte Sorgen: Nach 100 Tagen im Amt musste Susanne Henckel, die Chefin des Verkehrsverbunds Berlin Brandenburg, Tariferhöhungen zum 1. Januar 2015 ankündigen.

Gerhard Lehrke
Lesezeit 2 Min
Die Ticketpreise der BVG und S-Bahn könnten Januar 2015 um drei Prozent steigen.

Die Ticketpreise der BVG und S-Bahn könnten Januar 2015 um drei Prozent steigen.

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Die Entscheidung wird allerdings erst im Oktober fallen, wenn der Aufsichtsrat tagt – klugerweise nach der Landtagswahl in Brandenburg. Bis dahin muss der VBB rechnen und die Interessen der 40 Verkehrsunternehmen, zwei Bundesländer, 14 Landkreise und vier kreisfreien Städten unter einen Hut bringen, um einen Vorschlag unterbreiten zu können. Die Tariferhöhung soll etwa so ausfallen wie im August 2013, als 2,8 Prozent fällig wurden.

Die Unternehmen brauchen mehr, weil Energie, Personal und Schienennutzung teurer werden. Außerdem müsste das Angebot verbessert werden: Henckel beschreibt die Lage speziell in Regionalzügen mit „voll, voller, noch voller“.

Zwar stiegen die Fahrgeld-Einnahmen von 2012 zu 2013 um 63 Millionen auf 1,2 Milliarden Euro – Rekord wie die Zahl der Passagiere (1,32 Milliarden). Das deckt aber nur 46 Prozent der Ausgaben.

Hier gibt es Unwägbarkeiten: Bund und Länder verhandeln, wie viel Geld der Bund ab 2015 für den Regionalverkehr den Ländern zahlt. Zur Zeit sind es pro Jahr je 400 Millionen für Berlin und Brandenburg.

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