2010:
Albas Schwäche war auch Albas Stärke. Die Truppe war unberechenbar, auch nach dem Trainerwechsel von Luka Pavicevic zu Muli Katzurin. Nie wusste man, welcher Mannschaftsteil funktioniert und welcher nicht. Mal waren die Langen top drauf, dafür gab es Probleme im Spielaufbau. Mal war es genau umgekehrt. Katzurin ließ den Spielern viele Freiräume, was große Siege brachte. Aber auch peinliche Pleiten.
Was den Albatrossen fehlte, war der Chef auf dem Feld. Julius Jenkins (30) konnte diese Rolle nicht mehr befriedigend ausfüllen. Auch Immanuel McElroy (31), seit drei Jahren Fan-Liebling, konnte in der entscheidenden Play-off-Phase – gebeutelt von Verletzungen – nicht zulegen. Ihr Weggang schmerzt, ist sportlich aber verständlich.
2011:
Mit Gordon Herbert hat Alba einen erfahrenen und Bundesliga-erprobten Coach von den Frankfurt Skyliners geholt. Und der Kanadier brachte mit Spielmacher DaShaun Wood den besten Spieler der abgelaufenen Saison mit. Um diese beiden neuen Chefs wurde das Team aufgebaut.
Die kleinen Positionen sind trotz der Abgänge von Taylor Rochestie, Jenkins und McElroy top besetzt. Nationalmannschafts-Regisseur Heiko Schaffartzik hält Wood den Rücken frei, dazu kamen mit NBA-Star Kyle Weaver (früher Utah, Oklahoma) und dem Serben Marko Simonovic starke Ergänzungen.
Problematisch wird’s bei den Langen. Derrick Allen, Yassin Idbihi und Neuzugang Torin Francis sind stark. Aber ein vierter Riese mit Top-Niveau fehlt noch. Da wäre ein Plätzchen für Dirk Nowitzki frei ...
Fazit: Alba wird konstanter spielen. Aber nicht unbedingt erfolgreicher. KUZ
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