200 Obdachlose durften sich satt essen

Der mildtätige Juwelier mit dem goldenen Herzen

Aus wenig wird viel, zeigte sich in der Stadtmission, wo Kudamm-Juwelier Efram Tozman (53) 200 Obdachlose zum Essen auf seine Kosten einlud. Sein Vorbild: Jesus, der 4000 Hungrige sättigte.

Susanne Dübber
Lesezeit 2 Min
Efram Tozmann (53) spendierte einen Gratis-Schmaus. In der City-Station der Berliner Stadtmission an der Joachim-Friedrich-Straße 46 drängten sich am Sonntag die Bedürftigen.

Efram Tozmann (53) spendierte einen Gratis-Schmaus. In der City-Station der Berliner Stadtmission an der Joachim-Friedrich-Straße 46 drängten sich am Sonntag die Bedürftigen.

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Viele der Armen und Kranken, oft Obdachlose, kamen an Krücken. Alle in abgetragener Kleidung, die Gesichter geprägt von schlechten Erfahrungen. Aber der Anblick übervoller Schüsseln mit Salaten, Roter Grütze und der Geruch von Bratwürsten und Schnitzeln zauberte ihnen ein Lächeln auf die ernsten Mienen. Das brachte Spender Efram Tozman zum Strahlen.

Er hatte im Bibelkreis seiner christlichen Kirche die Idee, Bedürftigen ein Gratis-Essen zu spendieren. „Man muss helfen“, erklärt der erfolgreiche Geschäftsmann. „Jesus hatte nur fünf Brote und zwei Fische. Damit speiste er 4000 Männer plus Frauen und Kinder.“ Wie das gelang? „Wer gibt, dem wird gegeben“, ist Tozman überzeugt.

Acht bis zehn Euro rechnet Tozman pro Gast, 200 speiste er beim ersten Mal. Ein Langzeitprojekt für ihn und seine Familie mit vier Kindern (20, 23, 25, 28). Frau Tozman: „Zehn Jahre lang wollen wir das einmal jährlich machen.“ Herr Tozman überzeugt: „Wir wirken als Vorbild. Eine andere Firma will auch spenden.“ Aus einfachen Verhältnissen wie seine Gäste kommt auch Tozman. „Ich zog mit acht aus der Türkei nach Deutschland.“ Die Eltern arbeiteten hier in einfachen Jobs, doch er studierte an der TU. „Lernen, fleißig sein, sozialer Zusammenhalt, hat uns erfolgreich gemacht, sodass wir heute auch anderen den Weg zum Besseren ebnen können.“ DÜBB

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