Tatort U-Bahnhof

Frau zog Schülerin an den Haaren ins Gleisbett

Die 41-Jährige fühlte sich von dem Mädchen „böse“ angesehen.

Kerstin Rebien
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Die Angeklagte vor Gericht

Die Angeklagte vor Gericht

© Olaf Wagner

Die Schubserin nun zur Richterin: „Ich hielt mich für eine Königin.“ Sie habe „schiefe Blicke“ nicht dulden wollen. Thi T.: „Ich wollte aber nicht töten. Als ich das Mädchen stieß, war mir nicht bewusst, dass es den Tod bedeuten könnte.“

Der Angriff am 4. Februar, der hätte tödlich enden können – wie der aktuelle Fall auf dem Hauptbahnhof in Frankfurt am Main, bei dem ein Junge in den Tod gestoßen wurde.

Trotz Todesangst reagierte Huong B. blitzschnell

Es war 16.26 Uhr, als die psychisch kranke Thi T. wie aus dem Nichts ausrastete. Huang B. wartete auf den Zug, befasste sich mit ihrem Handy. Die Schülerin: „Ich habe die mir völlig fremde Frau vorher nicht wahrgenommen. Sie packte mich von hinten.“

Thi T. zerrte an dem Mädchen. Zwölf Sekunden. Bis Huong B. eineinhalb Meter tief fiel. In den Schacht mit Schotter, Schienen, daneben auch eine aktive Stromschiene. Etwa zwei Minuten waren es bis zur Einfahrt der nächsten Bahn.

Trotz Todesangst reagierte Huong B. blitzschnell, kletterte wie im Actionfilm auf den Bahnsteig. Thi T. soll gemurmelt haben: „Tot, tot, tot.“

Ein versuchter Totschlag war es aus Sicht des Anklägers. Weil Thi T. wegen Schizophrenie schuldunfähig gewesen sei, strebt er ihre Unterbringung in der Psychiatrie an. Fortsetzung: 9. August. KE.

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