Es kracht schon wieder

15 Liter Regen, Hagel! Gewitter im kompletten Osten, Montag geht es los

Mit einem neuen Tiefdruckgebiet steigt zum Wochenbeginn die Gewittergefahr. Lokal sind Starkregen, Sturm und sogar Tornados möglich.

Foto von Autor/Autorin: Florian Thalmann
Lesezeit 4 Min
Am Montag soll es wieder Gewitter in verschiedenen Teilen des Landes geben. Ob es Blitz und Donner bis Berlin schaffen, wird sich zeigen.

Am Montag soll es wieder Gewitter in verschiedenen Teilen des Landes geben. Ob es Blitz und Donner bis Berlin schaffen, wird sich zeigen.

© Marco Bunk/imagebroker/imago

Freuen Sie sich schon auf den Start in die neue Woche? Keine Bange: Dass Sie nach dem schönen Wochenende wieder zur Arbeit müssen, ist gar nicht schlimm, denn draußen soll es sowieso nicht besonders angenehm werden. Für weite Landesteile sind neue Gewitter angesagt. „Vor allem der Montag bringt in weiten Landesteilen turbulentes Wetter“, sagt der Meteorologe Fabian Ruhnau von kachelmannwetter.com in seinem jüngsten Wetterbericht. In der kommenden Woche sollen sich große Gegensätze über Deutschland ausbilden. Was bedeutet das jetzt für das Wetter – und ist der Sommer endgültig vorbei?

Am Montag ziehen neue Gewitter in Deutschland auf

Die Wetterteilung zeigte sich schon am Wochenende, vor allem am Sonntag: Im Norden Deutschlands gab es reichlich Wolken und auch immer wieder Schauer, im Süden konnten die Menschen schönes Sommerwetter mit viel Sonnenschein genießen. Nur selten gab es hier mal einen Schauer.

Auch bei den Temperaturen herrschten riesige Unterschiede: Um die 20 Grad gab es an der Nordsee – und je weiter im Süden man sich aufhielt, desto höher kletterten die Werte am Thermometer. Genau diese Wetterteilung soll auch in der kommenden Woche immer wieder auftreten.

Doch nun rückt in der Nacht zum Montag erst einmal ein neues Tiefdruckgebiet zu uns. Ein größeres Regengebiet mit Gewittern zieht dieses Mal über den Süden – über Bayern kann es laut Ruhnau auch mal heftiger krachen. „Auch Teile Sachsens können erfasst werden.“

Vor allem Regen steht auf dem Plan, das Unwetterrisiko sei aber geringer. Am Tag wird es am Montag dann im Westen und im Nordwesten kräftige Schauer und einzelne Gewitter geben. „Sie werden im Laufe des Tages immer weiter vorankommen, sich in den Osten ausbreiten“, sagt der Meteorologe Fabian Ruhnau.

In Fürstenwalde sorgte ein Unwetter erst kürzlich für massive Schäden an Autos und Häusern. Auch die neue Woche könnte teilweise wieder stürmisch werden.

In Fürstenwalde sorgte ein Unwetter erst kürzlich für massive Schäden an Autos und Häusern. Auch die neue Woche könnte teilweise wieder stürmisch werden.

© Sappeck/BLP/dpa

Der Süden hat weitestgehend Ruhe, doch im Osten Deutschlands kann es scheppern. Die Lage sei nicht ganz ohne, sagt Ruhnau. „Es ist natürlich nicht die explosive Sommer-Gewitterlage, aber eben recht ordentlich.“ Bei den Gewittern rückt vor allem der Wind in den Fokus. „Einzelne Sturmereignisse können durchaus dabei sein.“

Es seien sogar vereinzelt Tornados möglich. Erst in der vergangenen Woche gab es einen Zwischenfall mit einem Tornado in Fürstenwalde – hier sorgte ein heftiger Sturm für Zerstörung. Dort, wo Stürme angekündigt sind, rät der Meteorologe von Ausflügen in den Wald ab.

In diesem Sommer gab es zahlreiche ordentliche Gewitter. Und die Saison der Blitze ist noch nicht vorbei!

In diesem Sommer gab es zahlreiche ordentliche Gewitter. Und die Saison der Blitze ist noch nicht vorbei!

© Alexander Wolf/onw-images/dpa

Gewitter-Alarm kommt auch vom Deutschen Wetterdienst (DWD): Schon in der Nacht zum Montag könne es zum Durchzug von Gewittern mit Starkregen mit 20 Litern Regen in kurzer Zeit kommen, außerdem zu Sturmböen mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde.

„Auch im Nordwesten örtlich Gewitter, meist mit steifen Windböen“, heißt es. Im Laufe des Montags soll es dann vor allem im Westen und Norden einzelne Gewitter geben, die sich im Laufe des Tages auch über Mitteldeutschland ausbreiten.

Gewitter im kompletten Osten! Das sind die Warnungen

Für den kompletten Osten – also Berlin und Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt – ist derzeit die Rede von einzelnen Gewittern, die am Montag im Tagesverlauf vorbeiziehen können. Die Meteorologen warnen in dem Zusammenhang vor Starkregen mit bis zu 15 Litern Niederschlag innerhalb kurzer Zeit sowie Sturmböen und kleinkörnigem Hagel. Die Gewitter werden allerdings nicht flächendeckend erwartet, sondern vor allem lokal begrenzt erlebbar sein. Und: Am Montag wird auch vor Wind- und Sturmböen gewarnt!

Am Dienstag greift dann laut Fabian Ruhnau wieder die Wetterteilung: Im Norden mit 20 Grad etwas kühler und einzelne Schauer, im Süden mit 25 Grad noch einmal beinahe sommerlich warm und sonnig. Und auch die übrige Woche soll durchwachsen bleiben. „Wir haben drei Zonen über Deutschland“, sagt der Meteorologe.

Im Norden blüht uns auch über den Rest der neuen Woche sehr nasses, schon herbstliches Wetter. In der Mitte Deutschlands gibt es zwischen Schauern und Wolken auch mal sonnige Abschnitte. Und im Süden bleibt es weiterhin sommerlich warm – hier könnten am kommenden Wochenende sogar wieder die 30 Grad erreicht werden …

Wie gefällt Ihnen das Wetter zurzeit?

Was halten Sie vom Wetter und den aktuellen Prognosen? Schicken Sie uns Ihre Meinung per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com