125 Jahre Hertha

Reparatur des Balles für 1,63 Mark

Wegwerfen und neu kaufen, das gab es früher nicht.

Wolfgang Heise
Lesezeit 1 Min

© Bongarts/Getty Images

Zeitreisen mit Zahlen. Im Hertha-Archiv finden sich einige Schätze, die zeigen, wie sich Hertha BSC und der Fußball in 125 Jahren vom Hobbysport zur Unterhaltungsbranche verändert haben.

Im Kassenbuch von 1894, zwei Jahre nach der Vereinsgründung, stehen bei den Einnahmen und Ausgaben gerade mal 20 Einträge – für einen Monat! So viele Buchungen werden heute allein im Online-Kartenverkauf in Sekunden getätigt. Auch die Ausgabenposten zum Beispiel aus dem Kassenbuch von 1905 sagen viel über die Anfangsjahre des Fußballs aus, als in Deutschland offizielle Ligen gegründet wurden. Am teuersten waren die Trikothemden, für die mehr als die Hälfte der Ausgaben veranschlagt werden musste.

Ein anderer Kostenpunkt: Ballreparatur von 1,63 Mark. Wegwerfen und neu kaufen, das gab es damals nicht. Die Nähte des Leders wurden immer wieder ausgebessert.

Das alles und viel mehr Fundstücke können Fans ab dem 26. Juli in der Ausstellung „Hauptstadtfußball – 125 Jahre Hertha BSC & Lokalrivalen“ im Stadtmuseum Berlin bestaunen. 

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