Der Bundesligaskandal und die Folgen. Hertha BSC litt 27 Jahre unter diesem verkauften 0:1 gegen Bielefeld. Wegen der Sperren von 15 Spielern mussten die Blau-Weißen eine neue Mannschaft aufbauen. Das gelang sogar sehr gut, Hertha wurde vier Jahre nach dem Skandal Vizemeister. Doch die Glaubwürdigkeit des Vereins war bei vielen Fans im Keller. Die ganze Bundesliga litt unter Zuschauerschwund. Doch Hertha mit Abstand am meisten.
Die Blau-Weißen waren bis 1971 mit riesigem Abstand der Zuschauerkrösus der Liga. 745.167 Fans kamen in der Saison 70/71 zu den Heimspielen ins Olympiastadion. Ein Durchschnitt von 43 358 Besuchern. Ein Wert, der danach 27 Jahre lang nicht mehr erreicht wurde. Auf dem 2. Platz im Zuschauer-Ranking war damals Hannover 96 mit 414 965.
Bayern (Grünwalder Straße), Dortmund (Rote Erde) und Schalke (Glückauf-Kampfbahn) spielten damals noch in kleinen Arenen. Der Standortvorteil Olympiastadion wurde brutal verspielt. In der Saison 71/72 kamen nur noch 404.491 Anhänger ins Stadion, im Durchschnitt 23.273. Erst in der Saison 1997/98 strömten die Massen wieder ins Olympiastadion. Nach dem Aufstieg 1997 kamen im Durchschnitt 52.895 Fans.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com