125 Jahre Hertha BSC

Zwei spielten falsch und alle kassierten

Ein Mitspieler hatte über 250 000 Mark „verhandelt“, wenn Hertha verliert.

Wolfgang Heise
Lesezeit 2 Min
Jürgen Rumor verhandelte damals, dass Hertha für 250.000 Mark gegen Bielefeld verliert.

Jürgen Rumor verhandelte damals, dass Hertha für 250.000 Mark gegen Bielefeld verliert.

© imago/Horstmüller

Der Bundesligaskandal von 1971 und Hertha mittendrin. Vor dem letzten Spieltag hatten die Spieler Tasso Wild und Bernd Patzke mit Offenbachs Boss Horst-Gregorio Canellas über eine Siegprämie von 140.000 Mark für das Spiel gegen Offenbachs Abstiegskonkurrenten Bielefeld geprochen. Trotzdem setzte es ein 0:1. Wie konnte das passieren?

Mitspieler Jürgen Rumor hatte mit Bielefeld über 250.000 Mark „verhandelt“, wenn Hertha verliert. Die Mehrheit im Team sprach sich dagegen aus, wollte gsiegen. Rumor brach vor elf Jahren sein Schweigen: „Bei einem zweiten Treffen mit Neumann (Arminia-Funktionär, die Red.) wurde ich damit konfrontiert, dass Laszlo Gergely und Zoltan Varga von den Bielefeldern bereits Geld bekommen hätten. Es war klar zu sehen, dass von den beiden bei der Partie wenig Engagement kam.“

Rumor machte danach den Fehler seines Lebens: „Ich erwähnte nach der Niederlage, dass die 250.000 Mark von Bielefeld doch nach wie vor zur Abholung bereit lägen. Daraufhin schickte ich einen Mittelsmann, der das Geld für uns abholte.“ Alles kam sehr schnell heraus! Und in den folgenden Monaten hagelte es Strafen vom DFB.

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