125 Jahre Hertha BSC

Hose statt Rock und mit viel Bock

Bei Hertha starteten die Damen 1921 eine Revolution.

Wolfgang Heise
Lesezeit 2 Min
Symbolbild

Symbolbild

© City-Press GbR

Weimarer Republik, Berlin schillerte in den Goldenen Zwanziger Jahren. Frauen emanzipierten sich und standen gegen die Männerwelt auf. Teilweise gab es nach dem 1. Weltkrieg anarchisch-frivole Unterhaltung. Berlin hatte mit Anita Berber eine echte Skandalnudel, weil die Tänzerin nackt die Hüften schwang. Und auch bei Hertha starteten die Damen eine Revolution.

Es war am 10. April 1921. Einige holde Weiblichkeiten hatten vorher geheim trainiert und traten zur ersten Partie an. Als Vorspiel für die Herren. Die Frauen hatten mächtig Rückgrat. Sie spielten mit blauen Trikots und weißen Hosen. Jawohl, Hosen! Keine Röcke! Und waren ihrer Zeit weit voraus. Der DFB hob erst 1970 (!) das Frauenfußball-Verbot auf.

Erste Liga ist ja toll, aber teuer

1921 spielte also das erste Damen-Team bei Hertha, das zweite gab es erst 88 Jahre später. Im Jahre 2009 gingen die Blau-Weißen eine Fusion mit den Frauen des 1. FC Lübars aus der Zweiten Liga ein. Doch Hertha BSC zog sich 2016 wieder zurück. Die Frauen standen vor dem Aufstieg in der Bundesliga. Das war dem Verein dann doch zu teuer. 

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema