125 Jahre Hertha BSC

Roloff an Schiri: Ich kann stehen, wo ich will

Der einstige Präsident von Hertha half oft mit privaten Finanzspritzen aus.

Michael Jahn
Lesezeit 1 Min
Heinz Roloff soll rund zehn Millionen Mark aus eigener Tasche in Hertha gesteckt.

Heinz Roloff soll rund zehn Millionen Mark aus eigener Tasche in Hertha gesteckt.

© imago

Der knorrige Bauunternehmer Heinz Roloff (1913-1998) führte Hertha von 1985 bis 1994 als Präsident und half dem permanent in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Verein oft mit privaten Finanzspritzen aus der Klemme. Bei seinem Einstand als Präsident – er löste den legendären Wolfgang Holst an der Spitze des Vereins ab – spendierte er 200.000 Mark.

Insgesamt, so wird geschätzt, habe er rund zehn Millionen Mark aus eigener Tasche in Hertha gesteckt. Um Roloff ranken sich einige Geschichten. Bei einem Spiel der Hertha-Amateure auf dem Platz an der Osloer Straße im Wedding (heute Hanne-Sobek-Sportanlage) stand er einmal so dicht gestikulierend am Spielfeldrand, dass der Schiedsrichter ihn anraunzte und zurechtwies. Roloff aber schrie zurück: „Bei dem Geld, das ich in diesen Klub gesteckt habe, kann ich stehen, wo ich will!“ Der Referee hatte wohl ein Einsehen.

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