Berlin - "Ein Skandal, dass das in einer Weltstadt möglich ist." Oliver Friederici, verkehrspolitischer CDU-Sprecher, spricht hunderttausenden Berlinern aus der Seele. Was alle nervt: Tausende Schlaglöcher - und kein einziger Bauarbeiter in Sicht.Tatort Holzmarktstraße. Eine wichtige Pendler-Route der Stadt - und eine einzige Kraterlandschaft. Die reifenmordenden Löcher wurden zwar großräumig abgesperrt, von Bauarbeitern aber keine Spur. So wie hier sieht es auf vielen Straßen aus. Zum Beispiel auf dem Platz der Vereinten Nationen, Britzer Damm - überall Mega-Staus. Bauarbeiter Fehlanzeige. "Die Bezirke müssten schnelle Eingreiftruppen erstellen, die mit Kaltasphalt die gröbsten Schlaglöcher stopfen", fordert Klaus-Peter von Lüdeke (FDP).Aber woher das Geld nehmen? Die Etats der Bezirke reichen vorne und hinten nicht. In Spandau und Pankow stehen etwa 2,9 Millionen Euro zur Verfügung, in Charlottenburg sogar nur circa zwei Millionen. Viel zu wenig.Angeblich ist ein Sonderprogramm von 25 Millionen Euro im Gespräch. Für zwölf Bezirke. "Wir prüfen das", so Martin Gille, Sprecher der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Doch auch das wäre wohl nur ein Tropfen auf den zerbröckelten Stein. Von Lüdeke: "Die Stadt müsste 400 bis 500 Millionen in die Hand nehmen. Auf einen Schlag unmöglich. Aber 100 Millionen pro Jahr in Tranchen sollte drin sein". Hunderttausende Autofahrer und ihre Wagen würden es danken.------------------------------BU: Auf der Holzmarktstraße sind drei Spuren gesperrt. Bauarbeiter? Fehlanzeige!
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com