100 Tage Verbot

Schon 3000 Anzeigen gegen illegale Ferienwohnungen

Morgen gilt das Verbot seit 100 Tagen, KURIER zieht eine erste Bilanz

Nicole Schulze
Lesezeit 2 Min
Ein Schlüssel zur Ferienwohnung. Für Touristen toll, aber nicht für Berliner. Darum gibt’s das künftig immer seltener.

Ein Schlüssel zur Ferienwohnung. Für Touristen toll, aber nicht für Berliner. Darum gibt’s das künftig immer seltener.

© picture alliance / dpa

Bis zu 12 000 Ferienwohnungen standen in der Stadt nicht als reguläre Wohnfläche zu Verfügung, bevor das Gesetz in Kraft trat. „Seither haben 6155 Besitzer angezeigt, dass sie eine Wohnung zweckentfremdet nutzen wollen“, erklärt Petra Rohland (56) von der zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Hinzu kamen bis Mitte Mai dieses Jahres noch 3000 Anzeigen von Nachbarn. Hinweise, die ein 36-köpfiges Team abarbeitet. Die Angestellten sind auf die Bezirke verteilt, suchen auch im Netz nach illegalen Ferienwohnungen, bearbeiten die Anträge. Bislang wurden nur 15 Genehmigungen erteilt! Was aber noch viel besser ist: „Zum März 2016 wurden 1093 zweckfremd genutzte Wohnungen wieder dem Markt zur Verfügung gestellt“, bilanziert Petra Rohland.

„Die Verabschiedung des Gesetzes war für die Berlinerinnen und Berliner eine richtige Entscheidung“. Deshalb soll das Team, das sich um das Zweckentfremdungs-Gesetz kümmert, aufgestockt werden. 30 neue Stellen werden besetzt (befristet auf fünf Jahre). Damit bald noch mehr Wohnungen frei werden. NIC

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