Der 100-jährige Kalender ist eine beliebte Anlaufstelle für alle, die mal mit einem Augenzwinkern in die Zukunft blicken wollen. Denn er gilt als Nachschlagewerk für das Wetter in nahezu jedem Jahr. Auch wenn der Kalender keine wissenschaftliche Grundlage hat, ist es einfach unterhaltsam, darin nachzuschauen, was uns etwa 2027 blüht. Was viele nicht wissen: Der Kalender befasst sich nicht nur mit dem Wetter, sondern verrät auch, welches Ungeziefer und welche Krankheiten uns nächstes Jahr heimsuchen werden. Und es sieht nicht gut aus …
100-jähriger Kalender betrifft nicht nur das Wetter
Haben Sie schon einmal einen Blick in den 100-jährigen Kalender geworfen? Dieses alte Nachschlagewerk ist eine der bekanntesten Quellen für (nicht ganz wissenschaftliche) Wettervorhersagen. Fundiert ist das nicht, denn entwickelt wurde der Kalender vor vielen Jahren von einem Mönch, der glaubte, dass sich das Wetter alle sieben Jahre wiederholt. Experten sind heute aber eher der Meinung, dass das Wetter von wesentlich mehr Faktoren abhängig ist – und dass es sich obendrein ständig verändert.
Spannend ist es dennoch, denn wir lernen hier, dass 2027 ein besonderes Jahr werden könnte. Alle Jahre im 100-jährigen Kalender sind Planeten zugeordnet – und 2027 befinden wir uns im Mondjahr. Und das Jahr des Mondes fällt laut 100-jährigem Kalender eher feucht als trocken aus, heißt es. Außerdem könnte es laut dem Kalender ein eher frisches Jahr werden. Der Frühling soll demnach feucht und durchaus warm werden, aber zwischendurch könnte es trotzdem immer wieder Frost geben.
Laut der Vorhersagen des 100-jährigen Kalenders soll das Jahr 2027 ein besonders feuchtes Jahr werden.
© Elisa Schu/dpa
Nach einem kalten März kommt dann ein regnerischer April – und im Mai wechseln sich schönes Wetter und Regen ab. „Danach folgt eine große Kälte. Im Juni herrscht schönes Wetter und gelegentlich fällt auch etwas Regen“, heißt es im 100-jährigen Kalender laut der Website 100-jähriger-kalender.com. Der Sommer bleibt durchwachsen mit häufigen kälteren Tagen. Im Herbst wird es dann nach und nach feuchter und kälter. Und im Winter kündigt sich eine „große Kälte“ mit starkem Regen an.
Krankheit und Ungeziefer im 100-jährigen Kalender 2027
Soweit die Vorhersagen des Kalenders für das Wetter im Jahr 2027. Doch das Nachschlagewerk kann noch mehr. So verrät der 100-jährige Kalender, was uns in Sachen Ungeziefer droht: Es gibt im Jahr des Mondes demnach nicht viele Frösche, Kröten, Schlangen und Heuschrecken, aber dafür viele Raupen und Würmer. Vielleicht liegt es an der Feuchtigkeit – denn Raupen brauchen eine gewisse Luftfeuchtigkeit und Würmer mögen nasse und feuchte Böden sowieso. Bei den Raupen können die Berliner nur hoffen, dass damit nicht die gefürchteten Eichenprozessionsspinner gemeint sind.
Nicht gut sieht es im Bereich Krankheiten aus. „Im Herbst herrschen tödliches und hitziges Fieber und allerhand gefährliche Krankheiten“, sagt es der 100-jährige Kalender. Viel sollte man auf diese Prognosen allerdings nicht geben, das beweist der Vergleich mit dem laufenden Jahr 2026. Hier prognostizierte der 100-jährige Kalender vermehrte Seuchen beim Vieh.
Zwar gab es bei Krankheiten wie der Maul- und Klauenseuche, der Vogelgrippe und der Blauzungenkrankheit wieder Fälle, so heftig wie in anderen Jahren war das Seuchengeschehen aber nicht. Ob die Prognose beim Ungeziefer für dieses Jahr zutrifft? Laut 100-jährigem Kalender soll es in diesem Herbst viele Mäuse und Schnecken geben. Da der Herbst aber gerade erst begonnen hat, wird es vermutlich noch eine Weile dauern, bis wir die Ergebnisse sehen.
Für das Jahr 2026 sprach der 100-jährige Kalender von einem verstärkten Auftreten von Tierseuchen.
© Stefan Sauer/dpa
Der 100-jährige Kalender ist ein Wetterkalender, der auf den Abt Moritz Knauer aus dem 17. Jahrhundert zurückgeht. Er beobachtete mehrere Jahre lang das Wetter und ordnete jedem Jahr einen der damals bekannten sieben Himmelskörper zu: Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn. Später entstand daraus die Vorstellung, dass sich Wetterabläufe in einem festen Zyklus von sieben Jahren wiederholen. Viele Menschen nutzen den Kalender bis heute, um Vorhersagen für kommende Jahreszeiten zu treffen.
100-jähriger Kalender hat keinen wissenschaftlichen Wert
Aus wissenschaftlicher Sicht hat der 100-jährige Kalender jedoch keinen verlässlichen Wert. Moderne Meteorologen können keine Belege dafür finden, dass sich das Wetter in festen Siebenjahreszyklen wiederholt. Zudem beruhen die ursprünglichen Beobachtungen auf einer einzigen Region in Franken und lassen sich nicht auf andere Gebiete übertragen. Das Wetter wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst, etwa Luftdruckgebieten, Meeresströmungen, der Sonnenaktivität oder Phänomenen wie El Niño. Diese Prozesse sind komplex und verändern sich ständig.
Deshalb gelten die Vorhersagen des 100-jährigen Kalenders heute eher als historische Bauernregel und kulturelle Tradition als wissenschaftlich belastbare Wetterprognose. Wer zuverlässige Wetterprognosen sucht, sollte also nicht in den Kalender schauen – und am besten auch nicht zu weit in die Zukunft. Besser ist ein Blick in die aktuelleren Prognosen, denn die sind deutlich genauer. Und freundlicher als die düsteren Vorhersagen des 100-jährigen Kalenders!
So wird das Wetter in den kommenden Tagen
Der Dienstag soll mit 14 bis 25 Grad in Berlin recht freundlich werden, am Mittwoch werden es dann 13 bis 22 Grad. Dazu gibt es jeweils einen Mix aus Sonne und Wolken. Am Donnerstag und Freitag werden es dann zwischen 12 und 22 Grad, dazu wird die Bewölkung etwas dichter. Am Samstag setzt sich die Sonne laut Prognosen dann wieder etwas mehr durch, die Temperaturen klettern auf bis zu 22 Grad.
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