Dabei war Collin im Kader eigentlich eher als Ersatz vom Ersatz vorgesehen. Als er zum Ende der vergangenen Saison einen neuen Vertrag unterschreiben durfte, unkten viele: Was wollen sie denn mit dem?
Und nun heißt es plötzlich: Da haben die Unioner im Sommer einen Ersatz für Rekord-Torschütze Bobby Wood (17 Treffer) gesucht, Österreichs Philipp Hosiner als Top-Transfer geholt, dabei hatten sie doch schon längst den perfekten Mann zum In-die-Bresche-springen.
Quaner lacht, als er damit konfrontiert wird. „Darüber müssen sich andere ein Urteil bilden“, sagt er.
Die Statistik sagt zumindest schon mal dies: Bobby Wood brauchte bis zum Treffer Nummer zwei vergangene Spielzeit ganze sechs Spiele, erzielte seinen ersten Doppelpack am 18. Spieltag. Quaner traf im zweiten Spiel gleich zweimal.
Na klar, dieses Zahlenspiel ist nicht unbedingt das repräsentativste. Aber Quaner hat gezeigt, dass er für die Eisernen im Angriff richtig wichtig ist. „Er hat Hosiner sehr gut ersetzt“, sagt Trainer Jens Keller. Immerhin, das wissen sie nun auch an der Wuhle, dass der 25-Jährige nicht nur aus der Tiefe kommen kann, sondern auch als Stoßstürmer zum Abstauben taugt. Klasse, wenn der Ersatz vom Ersatz besser ist, als das Original.
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