Union-Stürmer Sebastian Polter

Hat er gegen RB Leipzig wieder gut lachen?

Einst traf er doppelt, als die Eisernen RB die erste Pleite einschenkten.

Mathias Bunkus
Lesezeit 3 Min
Hat er wieder was zu lachen? Sebastian Polter

Hat er wieder was zu lachen? Sebastian Polter

© City-Press GmbH

Der Rücken tut nicht mehr weh. Alle Blessuren aus dem 4:1-Test gegen Lichtenberg 47 sind überwunden. Sebastian Polter, trotz zur Pause eingenommener schmerzstillenden Mittel, hatte gegen den Regionalliga-Aufsteiger mit einem Doppelschlag erneut seinen Torriecher unter Beweis gestellt. Der blonde Hüne ist also bereit. Bereit für den großen Knaller gegen einen RB Leipzig morgen, 18 Uhr (Sky), dem allerersten Bundesligaspiel der Eisernen.

Seine Konkurrenz ist vor der neuen Saison nicht kleiner geworden durch die Verpflichtung von Anthony Ujah. Nur ein klassischer Neuner ist in Urs Fischers Lieblingsformation vonnöten. Ob er also spielt, scheint fraglich. Zumindest nicht von Beginn an. Was Unions Mann mit der Nummer 9 auf dem Rücken erst einmal nebensächlich findet. „Endlich geht es los“, meinte der 28-Jährige der nach seiner Nichtberücksichtigung beim Cup in Halberstadt froh darüber war, im „Zoschke“ mal wieder über 90 Minuten gegangen zu sein.

Sebastian Polter bejubelt am 21. September 2014 sein 1:0 gegen RB Leipzig. Im Hintergrund: Benjamin Köhler.

Sebastian Polter bejubelt am 21. September 2014 sein 1:0 gegen RB Leipzig. Im Hintergrund: Benjamin Köhler.

© imago/Matthias Koch

„Ich glaube nicht, dass ich mich zurückstellen muss oder hinten anstellen muss. Im Lauf der Saison werden alle drei Stürmer noch einmal wichtig werden. Auch ich werde wichtig sein. Ob es jetzt am Sonntag schon zum Auftakt ist, dass weiß man nicht. Das muss man sehen. Der Trainer wird da schon seine Pläne haben“, meinte der 1,91 Meter große Blondschopf.

„Leipzig, da war mal was“, sagt Polter

Doch gegen RB wäre er zu gerne dabei. Denn an die Sachsen hat er beste Erinnerungen. „Da war mal was“, spielt Polter auf die Spielzeit 2014/15 an, als er den Emporkömmling bei seinem ersten Heimspiel für die Eisernen mit einem Doppelschlag abschoss und dem von Brause-Millionen gepäppelten Kunstprodukt mit dem 2:1 in der Alten Försterei quasi im Alleingang die erste Pflichtspielniederlage im DFL-Bereich verpasste.

Brüllt das nicht nach Wiederholung? „Es darf am Sonntag alles genauso wieder sein, wie es damals war. Angefangen von dem Stimmungsboykott der Fans in den ersten 15 Minuten, wo es dann danach losgeht und die Atmosphäre im Stadion explodiert“, sagte der gebürtige Wilhelmshavener. Sorgen, dass der Stimmungsboykott irgendwelche Auswirkungen auf die Leistung der Mannschaft haben könnte, hat er nicht. „Das haben wir ja schon erlebt. Das wird nur geil, wenn die Jungs im Stadion die letzten Sekunde runterzählen und wir wissen, jetzt geht es los.“    

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com