1. FC Union

Koby: Mit Tipps von Papa zum Union-Vertrag

Leihstürmer Martin „Koby“ Kobylanski gibt alles, um eisern zu bleiben.

Steven Jahn
Lesezeit 3 Min
Martin Kobylanski (M.) gibt im Training alles, in der Rückrunde soll für ihn alles besser laufen.

Martin Kobylanski (M.) gibt im Training alles, in der Rückrunde soll für ihn alles besser laufen.

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Seine ersten Monate beim 1. FC Union hat sich Martin Kobylanski anders vorgestellt. Was aber weniger am Klub, als an ihm selbst lag. Das wurmt den 20-Jährigen. „Von einer verschenkten Hinrunde will ich aber nicht sprechen“, sagt er. Trotzdem soll ab jetzt alles anders werden, dass die Köpenicker im Sommer auch die Kaufoption für die Bremen-Leihgabe ziehen.

Wobei, alles muss Koby ja gar nicht über den Haufen werfen. Zwischenzeitlich zeigte der Offensivspieler gute Ansätze. Obwohl er erst wenige Tage vor dem Transferschluss Ende August an die Alte Försterei kam, brachte er Schwung in die Mannschaft. Bis ihn ein Innenbandteilabriss im rechten Knie stoppte und 28 Tage (vier Spiele) außer Gefecht setzte.

Aber Koby kam zurück. Wieder mit viel Schwung. Nach seiner Verletzung wirbelte er zuerst bei Kurzeinsätzen. Das gefiel auch Norbert Düwel. Der Coach lobte ihn im Oktober: „Immer wenn er reinkommt, belebt er das Spiel.“

Deshalb bekam er auch wieder mehr Spielminuten. Bis zur bitteren 1:4-Heimpleite gegen 1860 München als er zur Halbzeit reinkam und eine Riesen-Möglichkeit freistehend aus 30 Zentimetern vergab. Der negative Schlüsselmoment? Koby: „Nein, das denke ich nicht. So eine ähnliche Situation hatte ich ja in Heidenheim leider auch schon, wo ich ein Tor machen muss.“

Papa Andrzej gibt hilfreiche Tipps

Trotzdem: In den letzten fünf Partien 2014 spielte er nach der Löwen-Partie überhaupt nicht mehr und es blieb bei seinen sieben Einsätzen (kein Tor). Koby: „Vielleicht war ich vom Kopf her nicht frei, dann die Verletzung, das ist unglücklich gelaufen.“

Egal, abgehakt. Jetzt blickt er nach vorn: „Ich habe mich während der Saison und auch noch mal vor Weihnachten mit meinem Vater ausgetauscht und die Situation besprochen.“ Und Ex-Profi und Papa Andrzej Kobylanski (44) gab ihm hilfreiche Tipps.

Anschließend wurde zwischen Weihnachten und dem Trainingsauftakt in seinem Heimatort Ostrowiec Swietokrzyski (Polen) fleißig für die Rückrunde trainiert: „Ich habe da mit meinen Kumpels Fußball gespielt, im Verein meines Vaters. Und mein Papa kennt den Fitnessstudio-Besitzer. Deshalb war ich da auch fast jeden Tag.“

Alles um bei Union zu bleiben? Koby: „Ich will mich hier durchsetzen und nicht einfach nur sagen, es war ein cooles Jahr aber erfolglos. So soll es nicht sein. Mit allem anderen beschäftige ich mich nicht.“

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