„Keiner wird es wagen...!“

1. FC Union siegt gegen Darmstadt und bleibt ungeschlagen

Damit bleiben die Eisernen dem HSV und Köln weiter dicht auf den Fersen.

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Nach dem Tor zum 2:0 wird Unions Torschütze Sebastian Andersson (Mitte) von seinem Teamkollegen Grischa Prömel und Felix Kroos (rechts) gefeiert. 

Nach dem Tor zum 2:0 wird Unions Torschütze Sebastian Andersson (Mitte) von seinem Teamkollegen Grischa Prömel und Felix Kroos (rechts) gefeiert. 

© Annegret Hilse/dpa

Mit dem 3:1 (2:0) gegen den SV Darmstadt 98 baute der 1.FC Union seine Serie auf nun 15 Spiele in Folge ohne Pleite in dieser Spielzeit aus.

Manch einen hatte vor dem Kick gegen die Lilien ein ungutes Gefühl beschlichen. Je länger eine Serie hält, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie reißt. Und die Hessen waren genau so ein Gegner, bei dem das gut hätte passieren können.

Es kam aber anders. Trainer Urs Fischer stellte seiner Mannschaft über die ersten 70 Minuten der Partie ein blitzsauberes Zeugnis aus: „Da habe ich nichts gefunden, was ich kritisieren könnte.“

Andersson ist einfach nur happy

Dabei hätte er sich auch, entgegen seiner Mentalität („Immer schön auf dem Boden bleiben“), durchaus selbst loben können, weil er mit dem Schachzug, Sebastian Andersson diesmal den Vorzug vor Sebastian Polter in der Sturmspitze zu geben, goldrichtig gelegen hatte.

Der Schwede stand also erstmals seit drei Partien wieder in der Startelf und nutzte die Gelegenheit, Eigenwerbung zu betreiben, vor der Pause gleich doppelt.
Beim 1:0 konnte er eine scharfe Hereingabe von Ken Reichel im Darmstädter Gehäuse unterbringen (28.), beim 2:0 − als Union gerade Dauerdruck entfachte − versenkte er die Kugel artistisch im kurzen Eck (42.).

„Ich bin einfach nur happy. Es ist nicht leicht, auf der Bank zu sitzen“, gestand der Stürmer nach seinen Saisontreffern fünf und sechs, zeigte aber auch Verständnis: „Wir haben nun einmal eine großen Kader.“

Der Drops war endgültig gelutscht, als Darmstadts Kapitän Aytac Sulu nach der Pause einen Kopfball von Marvin Friedrich ins eigene Tor lenkte (65.).

Mehr als der Ehrentreffer durch Dursun (73.) war für die Gäste nicht drin , die sich − wie ihr Trainer Dirk Schuster nach Spielende zugab − so verdientermaßen in die Reihe der Mannschaften einreihen mussten, die es in dieser Saison nicht wagten, den Eff-Zeh-U zu schlagen. 

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