„Ich weiß nicht, was kommt, was der Verein plant. Ich fühle mich einfach wohl in Berlin. Ich gehe nicht auf den Verein zu und sage: ,Ich will unbedingt weg‘“, so Hosiner zu seinen Zukunftsplänen. Sein Vertrag läuft noch ein Jahr und der 29-Jährige hat auch schon einen Plan, damit er in seinem dritten Union-Jahr endlich durchstarten kann.
Zwei Seuchenjahre liegen hinter Hosiner
„Ich werde versuchen, in der Sommerpause den Kopf frei zu kriegen und dann mit einer guten Vorbereitung meine Chance suchen“, sagt Hosiner und verweist darauf, dass Sebastian Polter frühestens im Oktober auf dem Feld zurückerwartet wird.
Der Stürmerkollege ist mit ein Grund, warum Österreichs Ex-Nationalspieler nicht wirklich durchstartete in Köpenick. 44 Spiele und acht Treffer in zwei Jahren lesen sich erst einmal nicht so übel. Doch es waren oft nur Kurzeinsätze. Zwei Seuchenjahre liegen hinter dem gebürtigen Eisenstädter. Zwei Spielzeiten, in denen er nicht wirklich eine Rolle spielte in Köpenick. Teils durch Verletzungen bedingt, teils der Konkurrenzsituation in der Offensive geschuldet.
Denn als er bei Union einen Dreijahresvertrag unterschrieben hatte, war noch nicht abzusehen, dass Polter zurückkehren würde. Da kann man sich halt schon seine Gedanken machen. Zumal eine Karriere endlich ist. Hosiner wurde diese Woche 29 Jahre alt.
Hosiner will seine Chance nutzen
Dass er selbst im Saisonfinale nur verspätet zum Zug kam, Simon Hedlund als falsche Neun den Vorzug bekam, begründete André Hofschneider so: „Wir wollten in der Spitze mit Simon beginnen, weil wir mit hohen Bällen vorne nicht unbedingt unseren Vorteil gesehen hätten, aber mit Tempo eine Möglichkeit sahen. Und wir wussten, dass Hosi für uns natürlich noch wertvoll ist, wenn wir ihn von der Bank bringen. Aber wir wollten ihn vorher nicht verschleißen.“
Der Plan ging auf. Aber für Hosiner war das ein bisschen so etwas wie ein vergiftetes Kompliment. Will er sich auf Dauer damit begnügen? Diese Frage muss er auch ein klein wenig sich selbst beantworten. Nimmt man seinen Einsatz beim 11:0 in Neubrandenburg mit zwei Toren, kennt man die Antwort. Hosiner will seine letzte Chance bei Union nutzen.
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