Einen Tag früher als vorgesehen. „Man muss sich ja bei den Jungs als neuer Trainer beliebt machen. So viele Gelegenheiten bleiben mir da später nicht mehr“, sagte Chefcoach Sascha Lewandowski.
Kleiner Scherz. Der 43-Jährige machte schnell klar, dass es ihm nicht darum geht, billig Pluspunkte zu sammeln oder einen auf nett zu machen.
„Wir haben seit Freitag sehr intensiv und hart gearbeitet. Auch lang gearbeitet, unser Programm gut durchgezogen, viele Gespräche geführt. Man muss aufpassen vom Kopf her und vom Körperlichen, dass man die Jungs da auch nicht überfordert. Wir fahren jetzt ein bisschen die Intensität runter, machen einen Cut und bereiten uns dann ganz gezielt auf Karlsruhe“, meinte der Ex-Leverkusener.
Auf eine teambildende Maßnahme wie einen Mannschaftsabend verzichtete Lewandowski bewusst: „Ich habe gesehen, dass es in der Truppe untereinander stimmt.“
Lewandowski redet nicht nur viel mit den Spielern. Beispielsweise zum Abschluss mit dem mitgereisten A-Juniorentrio Adrian Billhardt, Tim Göth und Lukas Lemmel. Er beobachtet ja auch intensiv.
Und da hat er in den letzten Tagen gesehen, dass ihm sein Vorgänger Norbert Düwel einen gefestigten Haufen ohne Eifersüchteleien hinterlassen hat. Folglich verzichtet er auch darauf, an derMannschaftshierarchie zu rütteln, lässt Mannschaftsrat und Kapitänsstellung unangetastet.
Natürlich ist in der Truppe eine gewissen Unsicherheit vorhanden. Weil man zuletzt sich regelmäßig um die Früchte der Arbeit gebracht hat.
„Wir müssen versuchen, mutiger zu spielen. Ich kann relativ passiv Fußball spielen. Oder dominanter. Der Wechsel wird noch ein bisschen dauern. Aber das eine bedingt das andere. Mit mehr Mut nach vorne kommt auch wieder das Selbstbewusstsein “, hat Lewandowski einen Stilwechsel deutlich vor Augen.
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